Artikel-Schlagworte: „Provence“
Beschilderung
Man sagt scherzhaft, es seien dIe Franzosen gewesen, die die Bürokratie erfunden hätten – und ihr letztlich verfallen seien. Das mag so sein, und wenn man Annie klagen hört, welchen Aufwand sie betreiben muss, um ihre Equipe an Hilfen rechtmäßig anzumelden, kann man schon Zweifel bekommen, ob das alles im Verhältnis zum Ertrag steht. Manche Sachen sind aber auch deutlich besser als in Deutschland geregelt. Da ist zum Beispiel die Kennzeichnung von Straßen.
Bundes- bzw. Nationalstraßen sind in beiden Ländern gleich gut beschildert. Die N204 oder die B1 findet man leicht auf Karten, sie stehen auf Straßenschildern, auf den Karten der Navigationsgeräten und den Wegbeschreibungen der Routenplaner.
Für Stadtstraßen gilt das genauso. Die haben üblicherweise Namen, wenn sie auch wie in Mannheim D4 heißen können.
Anders sieht es bei den Landesstraßen aus. In Frankreich sind die Landstraßen im Departement vorbildlich ausgewiesen. Genauso wie die Nationalstraßen sind sie in Karten, auf den Wegweiser, in Navis etc. verzeichnet und machen das Navigieren leicht.
Das sieht in Deutschland ganz anders aus. Landstrassen, die mit L gekennzeichnet sind, sind weder auf Karten noch auf Wegweisern ausgewiesen.
Als die Routenplaner aufkamen und wir auf einmal Wegbeschreibungen ausgedruckt bekamen auf denen stand "Folgen sie der L115…" da war die Verunsicherung groß. L115? Was soll das denn sein? Wir wussten gar nicht, dass es eine solche Straße gibt, geschweige denn, dass sie direkt am Haus vorbei läuft. Erst später bemerkte man die kleinen Schildchen am Straßenrand, auf denen die Nummern stehen, aber die ersetzen keine vernünftige Beschilderung.
Die bessere Beschilderung im Nachbarland führt natürlich direkt zum besseren Kartenmaterial. Etwas Vergleichbares zum Guide Michelin gibt es in Deutschland nicht. Dass die Navis in aller Regel mit hundsmiserablem Kartenmaterial bestückt sind, wird uns so langsam schmerzlich bewusst.
Was lesen wir? – Dichter der Provence
Es ist eine unglückselig vereinfachte Vorstellung zu glauben, dass es im Urlaub egal sei, was man so als Literatur mit sich nehme. Ich musste es am eigenen Leib erfahren, als ich eines Tages das Buch zuklappte
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ISBN: 3492228089 |
und mich fragte, was um alles in der Welt mich dazu gebracht hatte, die Probleme einer Leichenbeschauerin aus Süd-Chicago mit an den See von Esparron zu bringen. Dort – of all places – gehören sie nun wirklich nicht hin, Alex Delaware, Miss Scarpetti, Hernry Bosch und wie sie alle heißen. An anderer Stelle gerne, aber hier am See? Weg damit. Might as well get lost.
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ISBN: 2266000748 |
Wer prägt die Worte der Provence? Es gibt drei bedeutende Namen. Marcel Pagnol für die Seeprovence um Marseille und Aubagne, Frédéric Mistral für die Windprovence im Rhonedelta und die Camargue , Jean Giono für die Lavendelprovence auf dem Weg in die Berge. Das ist also unsere Gegend um den See von Esparron.
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ISBN: 344272287X |
Eigentlich sollte in allen Häusern je ein Exemplar dieser Bücher vorhanden sein, aber wie es so geht. Hin und wieder fehlt eins, manchmal sind alle weg.
Ulrich Wickert kann ich empfehlen, der Blick von Außen, dem wir am ehesten folgen können. Der Blick des Deutschen auf Frankreich, lesenswert. Und dann natürlich an erster Stelle Klaus Harpprecht, ein Glücksfall, weil seine Sprachbegabung mit der Sprachverliebtheit der Franzosen so überaus glücklich harmoniert. Ein Muss also. Nach seiner Thomas Mann Biographie war es ein wenig unklar, ob er sich seinem Thema Frankreich wieder zuwenden würde. Wir haben alle Glück gehabt. Sehr lesenswert, nie gedankenlos. Leider gibt es im Bereich der Provence-Literatur auch jede Menge Müll, so dass wir uns zunächst an diese wenigen Titel halten.
Police Municipale
Das französische Staatswesen ist größer und teurer als das deutsche. So leistet man sich hierzulande drei verschiedene Polizeiorganisationen. Gendarmerie, Police Nationale (Bundespolizei) und Police Municipale, die Gemeindepolizei. Wie immer, wenn drei Organisationen dasselbe tun sollen, geht das nicht ohne Gerangel hinter den Kulissen ab. Als die Gendarmerie in Esparron über die Stränge schlug, setzte man sie kurzerhand vor die Tür. Angeblich stellten die jungen Beamten zu sehr den Urlauberinnen nach und belegten zuviel Restaurantplätze, jedenfalls holte man sie nach ein paar Jahren wieder, obwohl die Bendenken keineswegs zertstreut waren. Die Vorteile der Polizeipräsenz auf den Straßen überwiegen aber die vermeintlichen Nachteile bei weitem.
In Aix ist meist, aber nicht immer, die Gemeindepolizei zuständig, die sich hier recht sportlich gibt. Sobald ich herausgefunden habe, welche Polizei was macht, melde ich mich wieder.
Magasin – Laden

Auch wenn sie nicht fotografieren, werden sie Freude an südfranzösischen Läden haben. Oft sind sie sehr sorgfältig dekoriert und ausgestattet, und zwar nicht nur für ein paar Wochen im Jahr. Den Franzosen sind die kleinen Familienbetriebe wichtig. Am besten zeigt sich das darin, das man hierzulande über ein Ministerium für kleine und mittlere Unternehmen verfügt, das sich genau ansieht, ob Gesetzte auch für kleine Unternehmen passen. So genießen diese Firmen Privilegien bei den Öffnungszeiten (sonnags etc.), steuerliche Vorteile (verminderte Mehrwertsteuer) und manches mehr.
Couleurs de Provence – Gelb
Sonnenblumen bewegen ihre Blüten mit der Sonne. Nur wie? Drehen sie sich der Sonne zu oder von der Sonne weg? Und ist das überall gleich oder je nach Klima verschieden? Gibt es regionale Eigenheiten? Religieuse? Ist die provenzalische Sonnenblumenblüte der Sonne eher zugetan als die südwestfälische? Tja, wenn man das wüsste.
Eis – glacier – ice cream
Da machen sich die Firmen weltweit weit reichende Gedanken über neue Produktnamen, Spezialisten beschäftigen sich mit nichts anderem, als nach Namen zu suchen, die leicht auszusprechen sind,
international verwendet werden können, leicht zu merken, eingängig und bis zum Anschlag mit Assoziationen aufgeladen sind, und dann kommt da jemand daher und verwendet einen Namen für ein Komsumprodukt, der aber auch gar nichts davon erfüllt. Dazu hat die Firma noch überdurchschnittlichen Erfolg und ist zu allem Überfluss auch noch amerikanisch. Es kommt also alles zusammen, was so nicht zusammengehört. Man sieht es sich im Vorbeigehen auf dem Cours Mirabeau in Aix an und denkt. See, I told you.
Wandern in der Provence um den See von Esparron
Gemeint ist hier eigentlich das Wandergebiet in der Gegend um den See von Esparron, ein Wanderparadies und manche der sentiers oder randonnées (Wanderwege) gehören mit zum Besten, was einem unter die Schuhe kommen kann, schreibt ein Kenner der hiesigen Verhältnisse. Besonders beliebt sind Wanderungen entlang der Seen Flüsse, zumal man sich dort gut abkühlen kann. Manche Wanderungen sind schwierig und nur mit Taschenlampe zu bewältigen, auf anderen muss man die Vierbeiner zu Hause lassen, es sei denn sie passen in einen Rucksack und lassen sich anstandslos eine Leiter hoch tragen. In diesem Blog sind einige Wanderungen unter dem Stichwort "Wanderungen" beschrieben. Wenn sie eigene Erfahrungen gemacht haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
Lavendel – Destillation

Früher hat man Lavendel in kleinen Mengen auch in diesen fahrbaren Destillierapparaten verarbeitet. Jedenfalls ist es uns so erzählt worden. Es scheint nicht sehr wahrscheinlich,denn auch früher sind ja große Mengen an Lavendel angefallen. Hierbei dürfte es sich eher um eine Apparatur zur Herstellung von Salben und Wässerchen handeln. Sie steht übrigens vor der Occitane Fertigung in Manosque im Gewerbegebiet St. Josef (aus Esparron kommend direkt hinter der Durancebrücke abzweigen).
Steigende Wasser
Man kann gar nicht oft genug vor schnell steigendem Wasser in den Verdonschluchten warnen. Mitten im Hochsommer können sturzflutähnlicher Regen in den Bergen das Wasser in den Schluchten in kürzester Zeit so ansteigen lassen, dass Menschen, die sich wie diese Touristen bei La Palud abgeschnitten werden oder schlimmeres. Diese beiden mussten heute mit dem Helikopter aus den Verdonschluchten geborgen werden, vermeldet La Provence. Es stehen überall Warnschilder, und anders als bei uns stehen sie dort meist aus gutem Grund.
Chantier Mobile – Wanderbaustelle in Artignosc
Ich hatte einige Tage Gelegenheit diese chantier mobile - Wanderbaustelle am See von Artignosc zu beobachten. Pünktlich zur Mittagszeit schlugen sie ihr Zelt am Ufer auf, entluden ihre Kühlboxen und machten genauso pünktlich Schluss, um sich wieder an die Arbeit zu begeben.
Die Mittagspause von etwa 90 Minuten ist in der Provence wichtig und Teil der hiesigen Lebensqualität, dem savoir vivre. Niemand
Occitane 3

Die Frage ist natürlich, was Occitane verkauft. Oberflächlich sind es Wässerchen, wohlriechend und Gutes bewirkend. Aber das bekommt man natürlich auch mit Kernseife.
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Occitane 2 – Markenmarketing à la provencale

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Gréasque
Auf einem unserer Streifzüge durch die weitere Umgebung Esparrons übernachteten wir gestern von Aix-en-Provence. Der Ort heißt Gréasque und um der Wahrheit die Ehre zu geben, war es wieder mal das Navi, das uns hingeführt hat. Urplötzlich stand da mitten in der Provence ein Förderturm im strahlenden Mondschein des povenzalischen Nachthimmels.

Selbst wenn man aus Deutschlands tiefem Westen kommt, sind derlei Fördertürme inzwischen selten, und der hier wirkt wie eine Fata Morgana oder besser wie die verlassene Kulisse eines Bergwerks in Studio City, West Los Angeles.
Dies ist Michel. Er kann das Rätsel mit dem Förderturm lösen denn er hat in diesem Pütt noch bis Ende 1969 gearbeitet.
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Charbon, sagt er, hier wurde Kohle abgebaut und woher ich denn komme. Ah, l’Allemagne, la Ruhr. Mais oui, on la connait bien La Ruhr.
David was in America
Aber warum hat er so unglaublich zugelegt? warum sind Südfranzosen deutlich schlanker als Belgier, Amerikaner und Deutsche? Essen die weniger, anders oder wie?

Ein Amerikaner erzählte mir vor einigen Tagen, er sei wild entschlossen sein Gewicht südfranzösischen Maßen anzupassen und habe deshalb vollständig auf zuckerlose Getränke umgestellt. Jetzt trinkt der Arme 5 Flaschen zu 1,5 Liter Diet Coke, Cola Light oder Zero und wundert sich, dass er nachts nicht schlafen kann.
Im Ernst, was machen Südfranzosen anders?
Lavendelfarben
Man mag das für übertrieben halten und vielleicht war es ja auch Zufall, dass dieses Moto mit den lavendelfarbigen Felgen am Straßenrand stand, um sich fotografieren zu lassen. Ein Foto muss allerdings sein. Kleiner Tipp, wenn sie allein sind und niemand da, um sie zu fotografieren. Auslöseverzögerung an der Kamera auf 10 Sekunden einstellen, die Kamera auf das Autodach stellen, ihren Partner vor dem Feld ausrichten, auslösen und dann sprinten. Sprinten und lächeln, lächeln. Ganz entspannt.
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Occitane I
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Ein Werksbesuch im Urlaub? Darauf muss man kommen und eigentlich wollte ich das Ganze unter dem Motto Vergessen sie nicht, auf den Werksbesuch bei Occitane zu verzichten laufen lassen, aber ich bin doch angenehm überrascht worden.
Occitane gehört zu den trendigen Duftmischern, die im Kielwasser von Body Shop auf einer schönen Erfolgswelle schwimmen. Unten rechts ist die Eröffnung eines eigenen Shops in Tokyo zu sehen. Wer den Markenfetischismus der Asiaten kennt, wird über die lange Schlange bei der Eröffnung nicht erstaunt sein. Ursprünglich um die Ecke in Volx gegründet, findet man die Firma im
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Wasser – endlich
Es war nicht so einfach für ihn, sich an das Boot zu gewöhnen und dass er jetzt nicht mal einfach hineinspringen kann erscheint ihm vermutlich als unangemessene Härte. Aber was nicht geht geht nicht. Beim letzten Mal hat er nämlich geglaubt,. ..
Plateau de Valensole

Esparron liegt am Rand des Plareaus von Valensole, das sich in dürren Stichworten so beschreiben lässt: 800qkm, Mesa, Lavendel, Lavendel, Hartweizen, Wein, Trüffel, Riez, Valensole, Esparron, Moustier, Puimoisson, Jurs, Verdon und im ganzen Jahr unbeschreiblich schön.
Soleil couchant – Untergehende Sonne

Dass es mir der Himmel von Esparron angtan hat, wissen sie. Mit dem Sonnenuntergang kündigt sich das Spektakulärste an, was die Provence zu bieten hat. Die klare Luft, die relative Dunkelheit abseits der großen Städte produzieren einen einmaligen Nachthimmel. Nicht umsonst liegt in der Nähe Saint-Michel-Obervatoire, wo gleich an mehreren Obsersatorien der Himmel beobachtet wird. Der Mond kann hier so hell scheinen, dass er Schatten wirft, die sich mit Sonnenschatten messen können. Gut, das ist leicht übertrieben, aber trotzdem ein Erlebnis.
Fremdenlegion – La Légion Étrangère
Die Fremdenlegion übt für den Aufmarsch am 14. Juli, heißt es heute in der Provence.
Es ist wenig bekannt, dass die Fremdenlegionäre nach deutschen Märschen exerzieren und marschieren. (Wir sagen nur Westerwald). Aber warum?
In einem ARD Bericht vor einigen Jahren hieß es, weil sie besonders gut zum Marschieren geeignet seien. Es scheine so, als ob sich zu französischen Märschen nicht genau genug im Gleichschritt marschieren ließe, und irgendwie solle uns das zu denken geben. Nur was?
Heute endlich die Lösung des Rätsels. Diesen Beitrag weiterlesen »
Blé Dur – Hartweizen

Eine Kultur von Gewicht vermeldet La Provence heute. Die Rede ist von Hartweizen, der hier oben auf dem Plateau von Valensole besonders gut wächst, und zwar als Komplementärpflanze zu Lavendel, d.h. sie wechseln sich in der Fruchtfolge ab, wenn auch nicht jährlich.
Dieser Weizen ist an die trockenen Bedingungen auf dem Plateau besonders gut angepasst und als besonders trockener Hartweizen bekannt und insbesondere im benachbarten Oberitalien als Grundstoff für Pasta überaus begehrt. Die Preise sind von 110 Euro pro Tonne auf 280 Euro innerhalb von drei Jahren gestiegen, da auch bei Hartweizen die Chinesen inzwischen als Nachfrager auftreten, nachdem sie die italienische Pasta als Ergänzung zu ihren Glasnudeln entdeckt haben. Na ja, da kann die Glasnudel noch so gut sein, eine Nudel aus hiesigem blé dur ist mit nichts zu vergleichen, sagt der Beisitzer des Bürgermeisters von Valensole. Diesen Beitrag weiterlesen »
Lavendel – Lavandin II


Lavendel (rechts) ist die Originalpflanze. Sie wächst ab ca. 800m über dem Meeresspiegel, ihr Öl ist das intensivste und sie wird von der Parfumindustrie um Grasse gesucht.
Lavandin (links) ist die Hybridpflanze, die man um den See von Esparron findet. Sie ist ergiebiger, allerdings ist das Öl nicht so intensiv.
Hoffentlich habe ich jetzt die Bilder nicht vertauscht. Die meisten Informationen gibt es im französischen Wiki.
Sonnenuntergang mit 200kV auf dem Plateau de Valensole

6. Juli 2008
Durch Esparron fahren, am Schloss vorbei, hoch zum Friedhof und ein paar Kilometer und Kurven weiter ist man auf dem Plateau de Valensole. Hier entfaltet sich der Himmel noch stärker als anderswo. Er wird mir auch in den Fotos immer wichtiger. Über die Jahre sind Landschaft, Häuser und Bäume immer mehr an den unteren Rand gedrängt worden und schon tauchen hin und wieder Bilder auf, auf denen nur noch der wolkenlose, blaue Himmel über Esparron zu sehen ist, aber die sind für den Betrachter nicht gerade spannend.
Jedenfalls nicht so, wie es 200kV erwarten lassen. Damit hat es seine Bewandnis, die ich noch erklären werde.
Couleurs de Provence I
Von Künstlern wurden zu allen Zeiten die besonderen Farben der Provence geschätzt. Vincent van Gogh war vor über 100 Jahren mit dem Zug von Paris aufgebrochen und eigentlich auf dem Weg nach Japan, als er des Lichtes und unzureichender Mittel wegen in der Provence hängen blieb. So hat er es jedenfalls seinem Bruder Theo berichtet. Zunächst war er in Arles, später in St. Rémy.
Die Besonderheit provenzalischen Lichts hängt sicherlich mit der geringen Luftfeuchtigkeit zusammen. Viel häufiger als bei uns hat man hier Tage, in denen die klare Luft scharf umrissene Schatten zulässt, wie man sie im Norden nur an manchen klirrend kalten Wintertagen kennt. Die Schatten wiederum ergeben ein sehr kontrastreiches Bild, Farben wirken intensiver, Entfernungen verkürzen sich, kurz, man schaut mit dem Auge des Adlers. Es sind aber auch die Farben der Landschaft selbst, die uns faszinieren.
Van Gogh – dachte ich mir – hat eben immer eine Vorliebe für Gelb gehabt. Kein Wunder, denn er kam ja aus dieser düsteren flämischen Ecke und seine Kartoffelbilder sind ja auch entsprechend erdig geraten.
Erst in der Provence hat sich seine Palette, d.h. die verwendeten Farben, aufgehellt und besonders schön kann man das nicht weit hinter der deutsch-holländischen Grenze im Museum Kröller-Möller sehen, wo die schönsten Bilder van Goghs hängen und man auch das Nachtcafé im Original – wenn auch hinter Glas – sehen kann.
Die Sonnenblumen, wo er das Kadmiumgelb direkt aus der Tube auf die Leinwand gebracht hat, das maison jaune, sein gelbes Haus und das schon erwähnte Café de Nuit in Arles, all dies deutet auf die Vorliebe für Gelb hin und so hat es mich auch nicht verwundert, dass er gelbe Baumstämme gemalt hat.
Dass Baumstämme wirklich gelb sein könnten, habe ich erst in Esparron gelernt, denn hier kann man sie im Winter und Herbst sehen. Es wird irgendein Pilz sein, der dafür verantwortlich ist, aber die Bäume um die kleine Holzbrücke auf dem Weg nach St-Martin-de-Bromes, der Nachbargemeinde Esparrons, sind tatsächlich so knatschgelb, wie ich sie auf diesem Bild festgehalten habe.
Es gibt auch blaue Baumstämme und das hat mir vor ein paar Tagen Monsieur Arène mit seiner kupfernen Vitriolspritze in Esparron beigebracht. Eine toller Effekt, den man bei uns viel zu selten sieht.
Übrigens hat die Arlesienne, bis zu ihrem Tod vor einigen Jahren die älteste Frau der Welt, van Gogh in Arles noch selbst bedient und in einem Gespräch mit La Provence berichtet, er sei ein rechter Stinkstiefel gewesen. So schwierig im Umgang, dass nur ihr Vater ihn hätte bedienen können, wenn er in den Laden kam, um Leinwand und Farbe zu kaufen. Vermutlich kam er am späten Nachmittag nach seinen Malsitzungen und noch voll des grünen Absinths, der im später den Rest geben sollte und den man manchmal durch das kräftige Gelb schimmern sehen kann.
Pizza – ohne Akzent
Wenn man samstags auf den Markt von Riez geht, steht etwa in Höhe der Kirche ein Pizzawagen der französischen Art (hier ein Bild aus letztem Winter), d. h. ein Wagen mit einem Holzkohle-Ofen – un four à bois. Diese Öfen geben eine besonders gleichmäßige und hohe Temperatur ab, die eine französische Pizza erst möglich machen. So und nicht anders sollte jede Pizza sein.
Es empfiehlt sich, die Pizza nicht allzu spät zu bestellen, da gegen Ende des Marktes die Vorbestellungen der Marktteilnehmer abgearbeitet werden müssen. Dann kommt der Monsieur mit seiner Frau richtig ins Schwitzen. Kein Wunder bei dem heißen Ofen.
Wir kamen neulich ins Gespräch und er erzählte von seiner Austauschschülerin aus Ostdeutschland. Die habe schon nach wenigen Wochen ganz ausgezeichnet Französisch gesprochen, monsieur, totallement sangs aksang – sans accent also .
Das in Südfrankreich gesprochene Französisch kommt vielen von uns Deutschen entgegen, denn es kennt keine Nasal-Laute, wird also nicht wie im badischen oder im Hessischen üblich genäselt, was sich ja immer ein wenig von oben herab anhört. Es wird einfach gerade so gesprochen, wie man es als Deutscher aussprechen würde. Sans accent wird dann zu sang aksang, bains (Bad) zu baing, pain (Brot) zu peng und vin (Wein) zu wäng. Das fränkische A weng (ein wenig) wird damit original zu einem Wein a vin, was ja auch gerechtferigt ist – bei den hier üblichen kleinen Gläsern.
Jedenfalls sprach die ostdeutsche Austauschstudentin völlig ohne Akzent, sangs aksang, ein Standpunkt den andere Franzosen nicht einnehmen würden. Alles nur eine Frage des Standpunkts.
Lavendelzeit
Jetzt ist Lavendelzeit. Ab Juni blüht er, ab Mitte Juli wird geerntet und Ende August ist alles vorbei. Die Bilder können das Erlebnis, in einem Lavendelfeld zu stehen, nicht annähernd wiedergeben.
Erstens sind sie geruchlos und das Gefühl, in Omas Parfum-Laden zu stehen und von einer riesigen Lavendelwolke umhüllt zu sein, will sich nicht einstellen, wenn durch die Wohnung noch die Reste des Fischs von gestern wabern und zweitens hört man nichts.
Das Summen der Bienen und der immer vorhandene Gesang der Zikaden lassen sich visuell nicht einfangen. (Gut, manchmal kann einem der Zikadengesang so auf die Nerven gehen, dass man sich fragt, warum man die Schrotflinte zuhause vergessen hat, aber das ist zum Glück nicht die Regel.)
Dazu kommt das überwältigende Raumgefühl des Hochplateaus, dieser Mesa von Valensol. Wenn man von Esparron zum Markt nach Riez über das Plateau fährt und Allemagne einmal links liegen läßt, meint man wirklich, dem Himmel näher zu sein und wenn man darauf achtet, kann sich das Gefühl von Freiheit einstellen.
Und weil das alles in der Kombination ein so überwältigendes Erlebnis ist, das man nur an dieser Stelle haben kann, kommen die Leute von weit her. Man muss ein wenig langsamer fahren, wenn ein Bus mit japanischen Touristen über das Plateau von Valensol Richtung Riez das Tempo vorgibt. Aber wir haben ja Zeit. Wir bringen sie mit.
Le Tourisme
Der Tourismus ist die Nummer Eins der Industriezweige im Departement Alpes-de-haute-Provence (04). Mit dieser Zeile macht heute die Provene auf, unser hiesiges Leib- und Magenblättchen, ehemals Le Provencal – Der Provenzale, aber das ist eine andere Geschichte.
Zehn Prozent der Beschäftigten sind im Tourismus beschäftigt und so ist es kein Wunder, dass er alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. In den letzten Jahren hat sich zudem die Zahl der Ziele für den Touristenstrom mehr als verfünfzigfacht. Und so konkurriert Esparron heute nicht nur mit Zielen in Deutschland oder Österreich, sondern auch mit Zielen in Mallorca, Spanien, Afrika, Asien etc. Die Globalisierung ist ja hier schon längst Wirklichkeit und wird überwiegend dankbar aufgenommen und praktiziert. Diesen Beitrag weiterlesen »
Navigieren mit Aldi
Das Navi ist noch nicht mal sonderlich alt, nicht das letzte Modell, aber auf jeden Fall unser erstes. Es sollte transportabel sein, auch als Fussgänger und Radfahrer nutzbar, ganz Europa kennen und so wurde es ein Medion GoPal 96050 von Aldi.
Das Gerät hat in Tests hervorragend abgeschnitten und funktioniert einwandfrei, obwohl uns der Algorithmus, nach dem die Strecken berechnet werden, nicht immer unmittelbar einleuchtet. Die Tester sind mit dem Gerät jedenfalls nicht in Südfrankreich unterwegs gewesen, denn auch nach einem Update der Frankreichkarte hat das Ding seinen eigenen Stil.
Manchmal führt es uns Wege, auf denen scheinbar nie jemand fährt, aber dann begegnet uns doch ein Auto, meist mit einem deutschen Kennzeichen und ich möchte wetten, auch die navigieren mit ALDI.
Auf einem solchen Weg in unserem Departement 04 in der Gegend von Trans-en-Provence in der Mittagszeit auf einen sehr absonderlichen Bau, der ein wenig an einen Bienenstock erinnert.
Es handelt sich um eine Luftzisterne, ein Bau, der Wasser aus Luft gewinnt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Sisteron

Sisteron gilt als das nördliche Tor zur Provence. Die einschlägigen Information findet man in den Reiseführer.
Es lohnt sich, den Ort einmal nachts zu durchfahren oder hier zu übernachten, denn man meint, in der Kulisse eines Disney Films gelandet zu sein, so unwirklich wirkt die Szenerie, wenn man bereits von der Durchfahrtsstraße auf dem gegenüberliegenden Ufer der Durance den Felsen sieht, der mit zu einem der am meisten fotografierten Gesteinsformationen gehören dürfte, nach dem Mont St. Michel versteht sich. Diesen Beitrag weiterlesen »
Anreise – Sisteron
Üblicherweise wollen wir möglichst schnell nach Südfrankreich und fahren dann über Luxemburg – Dijon – Lyon – Aix-en-Provence auf die A51 Richtung Sisteron. Da wir tief im Westen wohnen, ist das der schnellste Weg. Manchmal übernachten wir etwa auf der Hälfte des Wegs in Burgund in der Nähe von Nuits-St. George, das jedem Weinkenner als exquisite Lage bekannt ist. Da Burgund (Bourgogne auf Französisch) auch eine sehr schöne Gegend ist -wenn es nicht gerade regnet -, besonders die Gegend um Beaune, lohnt sich auch eine ausgedehnte Rast von einem Tag.
Landschaftlich schöner ist für uns die Fahrt durch die Schweiz. Sie wäre völlig ungetrübt, wenn es die vermaledeite Vignette nicht gäbe, die wir meist nur einmal im Jahr benutzen und Diesen Beitrag weiterlesen »
OT – Office de Tourisme
Nicht nur in Esparron, sondern in der gesamten Provence hat jedes Dorf, das auf sich hält, ein Touristenbüro. Hier erhält man Wegbeschreibungen, Kartenmaterial, Veranstaltungshinweise etc.
Mit der Erkenntnis, dass es sich bei Englisch nicht um eine Fremdsprache, sondern unsere europäische Muttersprache handelt, ist es Frankreich noch nicht so gut bestellt, meist kommt man aber zurecht. Manchmal spricht man Deutsch, auch eine schöne Regionalsprache.
Regional übergreifende Informationen in Deutsch erhält man in den ausländischen Vertretungen des französischen Fremdenverkehrsamtes.
Maison de la France
D-60325 Frankfurt/M.
Westendstr. 47
Tel. 069/97581034
www.franceguide.com
Die meisten Touristenbüros verfügen außerdem über Websites, auf denen man Informationsmaterial anfordern kann.
Ceasar aus der Provence – So sah er wirklich aus
Ein erhabener Moment für jeden Provenzalen: Büste in Arles gefunden – So sah Caesar wirklich aus Der Fund ist sensationell: Französische Archäologen entdeckten im Flussbett der Rhône eine Büste von Gaius Iulius Caesar. Es soll ein Porträt zu Lebzeiten sein, alle bisher bekannten Caesar-Köpfe sind später entstanden. Überraschend: Der Feldherr und spätere Kaiser sieht anders aus, als wir ihn kannten. (Die Welt vom 16.5.2008)

„Er wird geschildert als ein Mann von hohem Wuchs, weißer Hautfarbe, wohlgerundet schlanken Gliedern, einem etwas vollen Gesicht, schwarzen lebhaften Augen und guter Gesundheit“, beschreibt der römische Chronist Sueton (um 70-130/40) den Mann, mit dem er seine Reihe der römischen Kaiser anheben lässt: Gaius Iulius Caesar. Diesen Beitrag weiterlesen »
Esparron – Veranstaltungskalender 2008
Vom Touristenbüro Esparron:
En Mai1er MAI 2008
3 MAI 2008
10 et 11 MAI 2008
11 MAI 2008
16 MAI 2008
17 MAI 2008
24 et 25 MAI 2008
25 MAI 2008
En Juin1er JUIN 2008
8 JUIN 2008
14 et 15 JUIN 2008
14 JUIN 2008
Danses, Chansons, Sketch… par les Esparronnais et Albiscéens
28 JUIN 2008
En JuilletDu 1er JUILLET au 31 AOUT 2008
5 JUILLET 2008
Du 5 JUILLET au 12 JUILLET 2008
Du 7 JUILLET au 13 JUILLET 2008
12 JUILLET 2008
14 JUILLET 2008
19 JUILLET 2008
Bal sono sur le parvis salle polyvalente à 22h (comité des fêtes)
20 JUILLET 2008
26 JUILLET 2008
27 JUILLET 2008
Tous les Vendredis de Juillet et Août
En Août3 aout
3 AOUT 2008
Du 5 AOUT au 10 AOUT 2008
9 AOUT 2008
14 AOUT 2008
15 AOUT 2008
16 AOUT 2008
23 AOUT 2008
24 AOUT 2008
Ausflüge – Übersicht
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Ausflüge in der Gegend In Klammern die Einwohnerzahlen (Stand 2002)
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Steine kloppen II – Géologie
La réserve géologique de Haute Provence
UNE ENCYCLOPEDIE DE 200 000 000 D’ANNEES…
Le département des Alpes-de-Haute-Provence offre au visiteur qui prend le temps de regarder de nombreux trésors. Si nous avons baptisé le Pays de Digne la “Vallée des Dinosaures”, c’est justement en hommage à l’un de ces trésors, la réserve géologique.
LA COTE D’AZUR A DIGNE…
Comme nous l’avons rapidement expliqué dans l’introduction sur le département, les plages de la Riviéra méditerranéenne préhistorique n’étaient pas sur la Côte d’Azur. A cette époque Nice, Monaco et même Marseille étaient sous les eaux.
La côte à cette époque remontait jusqu’en Haute-Provence. Puis ensuite la mer s’est retirée progressivement au fur et à mesure que le volcanisme (mise en place des Alpes) faisait émerger la terre que nous connaissons aujourd’hui.
De la même façon que sur nos plages actuelles, tous les déchets (végétaux, cadavres d’animaux… et c’est tout car heureusement les bouteilles en plastique n’avaient pas été inventées) ont été rejetés au rivage.
Et c’est ainsi que de nombreux cadavres de mollusques, poissons et animaux se sont concentrés ici, ramenés par la mer. Au fil du temps, ces sédiments se sont agglutinés et le long travail calcifiant des siècles les a transformés en strates fossiles.
LES CAILLOUX QUI SE TRANSFORMENT…
Connus de longue date par les habitants du département, ces gisements alimentaient de nombreuses petites collections d’agriculteurs (qui s’en servaient même de matériaux de construction ou de décoration) et d’intellectuels locaux (la collection de 3 500 pièces de Louis Maurel à Barrême). On a même connaissance de linteaux de portes constitués de fossiles.
Au début du XXème siècle, lorsqu’on commença à prendre conscience du fabuleux patrimoine contenu par ces “dépotoirs” d’époque, on envisagea de s’employer à le préserver et c’est ainsi que naquit la réserve géologique.
Il reste d’ailleurs des témoignages d’enfants de cette époque qui furent fort impressionnés par ces messieurs importants (habillés en costume du dimanche) qui arpentaient la campagne et faisaient jaillir d’un coup de marteau étincelant un coquillage ou une feuille.
La réserve géologique a pour mission de mettre en valeur et de protéger les sites et de mettre à la disposition de la communauté scientifique internationale les informations recueillies.
Aussi, il est interdit d’extraire les fossiles et dans certains lieux (18 sites) de ramasser ceux dégagés par l’érosion. Suivez ces recommandations, si vous ne le faites pas par peur du gendarme, faites-le au moins pour vos enfants!
UN ESPACE DE PROTECTION ET DE PARTAGE DU SAVOIR…
La zone de protection de la réserve s’étend sur 38 communes et 150 000 hectares, soit 1/5ème du département sur un grand rectangle dessiné à peu près entre Gréoux-les-Bains et Seyne-les-Alpes à l’ouest, et de Castellane à Barcelonnette à l’est.
Les sites les plus importants se trouvant sur la ligne Barles Barrême.
Pour mieux connaître l’emplacement des sites, l’endroit idéal est le centre de géologie de Digne, situé à la sortie de la ville en direction de Barles (D 900 A). Dans une belle bâtisse en surplomb de la route, vous trouverez un espace d’exposition et d’information sur la réserve en général et les différents sites aménagés.
DES FOSSILES DE 200 MILLIONS D’ANNEES A LA POINTE DE LA TECHNOLOGIE…
Bonne idée, pour rendre vivant ce qui ne l’est plus depuis longtemps, dix aquariums d’eau de mer hébergent 70 espèces actuelles d’invertébrés et de poissons qui sont les descendants les plus directs des espèces fossiles que vous
pourrez voir. De plus, une salle multimédia qui associe ordinateurs et images 3D (version anglaise si nécessaire) permet en une dizaine de minutes de se familiariser avec la géologie régionale.
Après cette approche globale et nécessaire, vous serez en mesure de vous lancer seul (des visites accompagnées existent) à la découverte des sites.
Sur les routes qui vont de Digne à Barles et de Digne à Barrême, de nombreux sites ont été aménagés au bord de la route. Il est à noter qu’un effort en aménagement est en cours grâce à la mise en place d’un programme Européen Leader II.
Liste des 18 sites classés réserve naturelle, suivis de leur emplacement et de leur époque géologique :
- empreintes de végétaux, près de Barles (Carbonifère)
- ravin de Descours, près de Barles (Bajocien)
- site à figures sédimentaires, avant Barles (Berriasien)
- empreinte de pas d’oiseaux, avant Barles (Miocène)
- piste de pas d’oiseaux, avant Barles (Miocène)
- l’Ichtyosaurien du col du Jas, entre Digne et Barles (Toarcien)
dalle à Ammonites des Isnards, sortie de Digne vers Barles (Sinémurien)- molasse à pinces de crabes, vers Bayons (Miocène)
- site à Ammonites des Courtiers, à Mézel direction Barrême (Barrémien)
- site à Ammonites du Touert, entre Mézel et Barrême (Bajocien-Bathonien)
- site à Ammonites de Majastres (Majastres)
- dalle à Ammonites de Bas-Auran , région de Barrême (Bathonien)
- site à tubes de tarets, château de Barrême (Oligocène)
- élément récifal du Coullet rouge, région de Saint-André-les-Alpes (Sannoisien)
- site (Cénomanien) région de Thorame
- coulée volcano-détritique de Laubres, région de Thorame
- site à Ammonites déroulées des Sauzeries, région de Thorame (Hauterivien)
- site à Ammonites de Taulanne (Bathonien-Callovien)
Un peu d’histoire de la Provence
Histoire de la Provence
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Faire un résumé de l’histoire d’une région qui a vécu de si nombreux événements parfois dramatiques parfois heureux est un exercice périlleux, il est également difficile de ne pas succomber à une ennuyeuse énumération de dates. C’est pourquoi nous avons essayé de nous attacher aux événements et aux gens qui ont fait l’histoire ainsi qu’aux anecdotes. N’étant pas nous-mêmes de grands historiens, nous serons heureux d’intégrer au site vos remarques ou précisions, ainsi que toutes les petites histoires qui ont fait la grande. Dans le but de faciliter la recherche d’informations, nous avons regroupé les différentes époques sur plusieurs pages, vous pouvez choisir parmi les chapitres suivants : |
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Les temps très anciens, la préhistoire
Ce chapitre commence ainsi : La mer remonte jusqu’à Lyon, la région sera créée par le comblement progressif de sable et de galets déposés par les cours d’eau et la mer…
Les grandes civilisations antiques, la paix romaine, les invasions barbares
Ce chapitre commence ainsi : Au début de cette époque, la région est peuplée de Ligures. Ceux-ci ne sont probablement pas indo-européens mais plus certainement les descendants unifiés des hommes préhistoriques dont nous venons de parler. Les Ligures sont des hommes petits et trapus, vigoureux et batailleurs…
Ce chapitre commence ainsi : Alaric II roi des Wisigoths est tué à Poitiers par Clovis, roi des Francs. Les Burgondes aidés des Francs s’emparent de la basse Durance. Ils sont arrêtés en Arles par les Ostrogoths. Théodoric, le roi des Ostrogoths, repousse les Burgondes au-delà de l’Isère…
Ce chapitre commence ainsi : Notre bon roi René, qui a surtout profité des conditions favorables de l’époque, est également le roi dont la faiblesse fait que la Provence tombe définitivement entre les mains des rois de France…
Ce chapitre commence ainsi : Durant la période passée et du fait des nombreux anoblissements, les terres sont réparties de la façon suivante : 6% pour le clergé qui s’est bien redressé, 30% pour la noblesse et 50% au peuple. Les possessions nobiliaires sont particulièrement concentrées en basse Provence. Les paysans ne disposent que de 5 à 15 hectares alors que les autres propriétaires possèdent de grands domaines enviés des premiers…
Cette année sera une “année à chenilles”

Les chenilles processionnaires achèvent actuellement leur cycle de développement en quittant les nids quelles ont tissé l’an dernier dans les Pins noir d’Autriche et les Pins sylvestre.
© Franck Pennant
Elles s’étaient déjà fait remarquer l’an dernier à la même époque, elles semblent plus nombreuses cette année. Les chenilles processionnaires achèvent actuellement leur cycle de développement en quittant les nids quelles ont tissé l’an dernier dans les Pins noir d’Autriche et les Pins sylvestre dont elles ont consommé les aiguilles. Après avoir passé l’hiver bien au chaud, au coeur de ce nid communautaire, elles descendent de l’arbre, en procession pour aller se nymphoser sous terre. Autrement dit, elles cherchent un substrat favorable pour se transformer en chrysalide d’où sortira un petit papillon de nuit au début de l’été.
"Elle est considérée comme un ravageur dont l’extension vers le nord de la France est favorisée par le changement climatique" explique Alain Roques de l’INRA (Institut National de la Recherche Agronomique). Son aire de répartition varie rapidement selon l’évolution du climat car les chenilles se développent durant l’hiver et sont sensibles à l’élévation de la température durant cette saison. Elles meurent en dessous de moins 16°C et leur alimentation, nocturne, est conditionnée par la succession d’une température supérieure à 9°C dans le nid durant le jour et d’une température de l’air supérieure à 0°C la nuit suivante.
Paris gagné !
Selon l’INRA, les populations de chenilles qui ont franchi la Loire au début des années 1990, devraient progresser naturellement et arriver à Paris en 2025. La vitesse de progression de l’insecte va dépendre de ses capacités naturelles à coloniser les zones devenant climatiquement favorables et de son adaptation aux modifications créées par l’homme: structure du paysage, plantations et progression naturelle des pins.
Lutte biologique
Dans les Alpes-de-Haute-Provence, la situation est contrastée d’une vallée à l’autre. "Nous avons remarqué ces dernières années qu’elle monte de plus en plus haut en altitude, jusqu’à 1600m. dans les versants les mieux exposés en Ubaye" indique Pierre Raymond technicien forestier à la DDAF 04."Cette année marque la fin d’une gradation, à partir de l’année prochaine les populations devraient être moins importantes localement.Aucun traitement n’a été pratiqué dans le département en raison du coût élevé."
Des méthodes de lutte font l’objet d’investigations pour ralentir la progression du front: confusion sexuelle par phéromones, répulsifs naturels, implantation favorisée d’ennemis naturels. Parmi eux, on compte bon nombre d’hyménoptères parasites – petites guêpes -, certaines fourmis et parmi les oiseaux le bien connu Coucou gris. Un très joli coléoptère, le Calosome est également friand des processionnaires.
Un conseil : Ne les touchez pas !
Attention danger ! Il ne faut surtout pas toucher les chenilles processionnaires. Préventivement, en zone ouverte comme dans les espaces verts, jardins, alignements routiers, il faut éviter de planter des pins en particulier le Pin noir, sa plante hôte préférée. Les chenilles possèdent des poils urticants qui contiennent une protéine fortement allergène entraînant chez l’homme des réactions qui peuvent aller de la simple démangeaison jusqu’au choc anaphylactique. Chez les animaux domestiques, on peut observer des nécroses de la langue. En cette période de procession, il ne faut surtout pas intervenir, y compris à coup de semelles, les poils restant actifs longtemps. Prudence, donc, lors de vos balades en forêt.
Nicolas Maure
Eine Kindheit in der Provence: Marcel / Marcel und Isabelle: Marcel Pagnol, Pamela Wedekind: Bücher
Marius: Marcel Pagnol: Bücher
Jean der Träumer.: Jean Giono: Bücher













