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Lavendelzeit
Jetzt ist Lavendelzeit. Ab Juni blüht er, ab Mitte Juli wird geerntet und Ende August ist alles vorbei. Die Bilder können das Erlebnis, in einem Lavendelfeld zu stehen, nicht annähernd wiedergeben.
Erstens sind sie geruchlos und das Gefühl, in Omas Parfum-Laden zu stehen und von einer riesigen Lavendelwolke umhüllt zu sein, will sich nicht einstellen, wenn durch die Wohnung noch die Reste des Fischs von gestern wabern und zweitens hört man nichts.
Das Summen der Bienen und der immer vorhandene Gesang der Zikaden lassen sich visuell nicht einfangen. (Gut, manchmal kann einem der Zikadengesang so auf die Nerven gehen, dass man sich fragt, warum man die Schrotflinte zuhause vergessen hat, aber das ist zum Glück nicht die Regel.)
Dazu kommt das überwältigende Raumgefühl des Hochplateaus, dieser Mesa von Valensol. Wenn man von Esparron zum Markt nach Riez über das Plateau fährt und Allemagne einmal links liegen läßt, meint man wirklich, dem Himmel näher zu sein und wenn man darauf achtet, kann sich das Gefühl von Freiheit einstellen.
Und weil das alles in der Kombination ein so überwältigendes Erlebnis ist, das man nur an dieser Stelle haben kann, kommen die Leute von weit her. Man muss ein wenig langsamer fahren, wenn ein Bus mit japanischen Touristen über das Plateau von Valensol Richtung Riez das Tempo vorgibt. Aber wir haben ja Zeit. Wir bringen sie mit.
Lavandin – Lavendel I
Wir hätten nach den ersten Besuchen in Esparron gerne ein paar Lavendelpflanzen mit nach Hause genommen, um sie im Garten anzupflanzen, quasi als Erinnerung. Na ja, wir ist vielleicht übertrieben, aber SIE. Das macht ja alles SIE, dafür ist schließlich SIE zuständig, um einmal mit Hanns Dieter Hüsch zu sprechen. (Schade, dass er nicht mehr unter uns weilt.)
Als erstes haben wir uns Pflanzen zuhause Diesen Beitrag weiterlesen »
