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Couleurs de Provence – Gelb
Sonnenblumen bewegen ihre Blüten mit der Sonne. Nur wie? Drehen sie sich der Sonne zu oder von der Sonne weg? Und ist das überall gleich oder je nach Klima verschieden? Gibt es regionale Eigenheiten? Religieuse? Ist die provenzalische Sonnenblumenblüte der Sonne eher zugetan als die südwestfälische? Tja, wenn man das wüsste.
Lavendelfotos

Lavendelfelder fehlen in keinem, wirklich in keinem Sehnsuchtskalender. Aber wenn man sie dann selbst einmal sieht und mitten drin steht, merkt man erst, wie wenig so ein Bild wiedergibt.
Die Felder haben übrigens auch im abgeernteten Zustand oder mitten im Winter ihre Faszination, die wohl etwas mit ihrer zutage liegenden Geometrie zu tun hat.
Lavendelfarben
Man mag das für übertrieben halten und vielleicht war es ja auch Zufall, dass dieses Moto mit den lavendelfarbigen Felgen am Straßenrand stand, um sich fotografieren zu lassen. Ein Foto muss allerdings sein. Kleiner Tipp, wenn sie allein sind und niemand da, um sie zu fotografieren. Auslöseverzögerung an der Kamera auf 10 Sekunden einstellen, die Kamera auf das Autodach stellen, ihren Partner vor dem Feld ausrichten, auslösen und dann sprinten. Sprinten und lächeln, lächeln. Ganz entspannt.
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Soleil couchant – Untergehende Sonne

Dass es mir der Himmel von Esparron angtan hat, wissen sie. Mit dem Sonnenuntergang kündigt sich das Spektakulärste an, was die Provence zu bieten hat. Die klare Luft, die relative Dunkelheit abseits der großen Städte produzieren einen einmaligen Nachthimmel. Nicht umsonst liegt in der Nähe Saint-Michel-Obervatoire, wo gleich an mehreren Obsersatorien der Himmel beobachtet wird. Der Mond kann hier so hell scheinen, dass er Schatten wirft, die sich mit Sonnenschatten messen können. Gut, das ist leicht übertrieben, aber trotzdem ein Erlebnis.
Sonnenuntergang mit 200kV auf dem Plateau de Valensole

6. Juli 2008
Durch Esparron fahren, am Schloss vorbei, hoch zum Friedhof und ein paar Kilometer und Kurven weiter ist man auf dem Plateau de Valensole. Hier entfaltet sich der Himmel noch stärker als anderswo. Er wird mir auch in den Fotos immer wichtiger. Über die Jahre sind Landschaft, Häuser und Bäume immer mehr an den unteren Rand gedrängt worden und schon tauchen hin und wieder Bilder auf, auf denen nur noch der wolkenlose, blaue Himmel über Esparron zu sehen ist, aber die sind für den Betrachter nicht gerade spannend.
Jedenfalls nicht so, wie es 200kV erwarten lassen. Damit hat es seine Bewandnis, die ich noch erklären werde.
Couleurs de Provence I
Von Künstlern wurden zu allen Zeiten die besonderen Farben der Provence geschätzt. Vincent van Gogh war vor über 100 Jahren mit dem Zug von Paris aufgebrochen und eigentlich auf dem Weg nach Japan, als er des Lichtes und unzureichender Mittel wegen in der Provence hängen blieb. So hat er es jedenfalls seinem Bruder Theo berichtet. Zunächst war er in Arles, später in St. Rémy.
Die Besonderheit provenzalischen Lichts hängt sicherlich mit der geringen Luftfeuchtigkeit zusammen. Viel häufiger als bei uns hat man hier Tage, in denen die klare Luft scharf umrissene Schatten zulässt, wie man sie im Norden nur an manchen klirrend kalten Wintertagen kennt. Die Schatten wiederum ergeben ein sehr kontrastreiches Bild, Farben wirken intensiver, Entfernungen verkürzen sich, kurz, man schaut mit dem Auge des Adlers. Es sind aber auch die Farben der Landschaft selbst, die uns faszinieren.
Van Gogh – dachte ich mir – hat eben immer eine Vorliebe für Gelb gehabt. Kein Wunder, denn er kam ja aus dieser düsteren flämischen Ecke und seine Kartoffelbilder sind ja auch entsprechend erdig geraten.
Erst in der Provence hat sich seine Palette, d.h. die verwendeten Farben, aufgehellt und besonders schön kann man das nicht weit hinter der deutsch-holländischen Grenze im Museum Kröller-Möller sehen, wo die schönsten Bilder van Goghs hängen und man auch das Nachtcafé im Original – wenn auch hinter Glas – sehen kann.
Die Sonnenblumen, wo er das Kadmiumgelb direkt aus der Tube auf die Leinwand gebracht hat, das maison jaune, sein gelbes Haus und das schon erwähnte Café de Nuit in Arles, all dies deutet auf die Vorliebe für Gelb hin und so hat es mich auch nicht verwundert, dass er gelbe Baumstämme gemalt hat.
Dass Baumstämme wirklich gelb sein könnten, habe ich erst in Esparron gelernt, denn hier kann man sie im Winter und Herbst sehen. Es wird irgendein Pilz sein, der dafür verantwortlich ist, aber die Bäume um die kleine Holzbrücke auf dem Weg nach St-Martin-de-Bromes, der Nachbargemeinde Esparrons, sind tatsächlich so knatschgelb, wie ich sie auf diesem Bild festgehalten habe.
Es gibt auch blaue Baumstämme und das hat mir vor ein paar Tagen Monsieur Arène mit seiner kupfernen Vitriolspritze in Esparron beigebracht. Eine toller Effekt, den man bei uns viel zu selten sieht.
Übrigens hat die Arlesienne, bis zu ihrem Tod vor einigen Jahren die älteste Frau der Welt, van Gogh in Arles noch selbst bedient und in einem Gespräch mit La Provence berichtet, er sei ein rechter Stinkstiefel gewesen. So schwierig im Umgang, dass nur ihr Vater ihn hätte bedienen können, wenn er in den Laden kam, um Leinwand und Farbe zu kaufen. Vermutlich kam er am späten Nachmittag nach seinen Malsitzungen und noch voll des grünen Absinths, der im später den Rest geben sollte und den man manchmal durch das kräftige Gelb schimmern sehen kann.
Esparron – Veranstaltungskalender 2008
Vom Touristenbüro Esparron:
En Mai1er MAI 2008
3 MAI 2008
10 et 11 MAI 2008
11 MAI 2008
16 MAI 2008
17 MAI 2008
24 et 25 MAI 2008
25 MAI 2008
En Juin1er JUIN 2008
8 JUIN 2008
14 et 15 JUIN 2008
14 JUIN 2008
Danses, Chansons, Sketch… par les Esparronnais et Albiscéens
28 JUIN 2008
En JuilletDu 1er JUILLET au 31 AOUT 2008
5 JUILLET 2008
Du 5 JUILLET au 12 JUILLET 2008
Du 7 JUILLET au 13 JUILLET 2008
12 JUILLET 2008
14 JUILLET 2008
19 JUILLET 2008
Bal sono sur le parvis salle polyvalente à 22h (comité des fêtes)
20 JUILLET 2008
26 JUILLET 2008
27 JUILLET 2008
Tous les Vendredis de Juillet et Août
En Août3 aout
3 AOUT 2008
Du 5 AOUT au 10 AOUT 2008
9 AOUT 2008
14 AOUT 2008
15 AOUT 2008
16 AOUT 2008
23 AOUT 2008
24 AOUT 2008