Bienvenu
Information zu unserem Haus in Esparron finden sie im Block rechts. Hier gibt es Kurzberichte von der Gegend und von Reisen im Süden Frankreichs. Vour trouvez tous les renseignements de notre maison à Esparron à coté. Les petits articles sont de la région et, je m'excuse, la pluspart en allmand. Mais il existe la posssibilité de traduction automatique et oui, je sais. Epouvantable et il faut absolument que google travaille sur ce thème. You find all the necessary information on our home in Esparron on the right side. The little articles are about the region and travels in the south of France. And yes, they are mostly in German. However, there is a machine translation available and yes, I know. Terrible, to be polite. Google really needs to get its act straight here. Agreed. Thank you.

Ein kuzer Gang durch Esparron

Zunächst ein Blick in den Prospekt des Touristenbüros:


“Caché mais point sauvage – versteckt, aber wild
“Unweit der großen Verdon Schlucht findet sich unser Dorf
Mit seinem Schloss, dem Turm aus dem XI. Jahrhundert, den malerischen alten Häuser, die sich im quarzfarbigen Wasser des Sees spiegeln. Er ist der natürlichste unter den künstlichen Talsperren des Verdon und er liegt da, als ob er schon immer existiert hätte.


 

 

 

Esparron, das bedeutet Lavendel- und Kornfelder, Weinberge und Olivenhaine, tiefe Schluchten und große Ebenen. Esparron, das ist ein klarer Himmel, Sonne und Natur.

 

 

 

 

 

Unser Dorf und der See bieten in den vier Jahreszeiten verschiedene Farben und Pflanzengerüche und eine herrliche Ruhe. Wir laden Sie ein, diese Vorzüge mit uns zu teilen und bitten dazu beizutragen, die Natur zu schützen.

Der Lac d’Esparron-de-Verdon,
die Gorges du Sud Verdon
Der See von Esparron liegt stromabwärts vom Grand Canyon du Verdon und dem See von Sainte Croix. Er hat eine Gesamtfläche von 328  Hektar und ist hauptsächlich in zwei winkelförmige Flächen mit vielen Buchten aufgeteilt. Hohe Felsen ragen über dem quarzfarbigen Wasser, in dem Kanus die wilden Schluchten durchqueren können.
Der See wurde 1967 von der EDF (Eléctricité de France) gestaut. Er versorgt 116 Gemeinden wie Marseille, Toulon und Aix en Provence mit Trinkwasser. Benzinmotore sind verboten.

 

Die Staumauer benötigte 850 000 cbm Material. Die Wassertiefe an dieser Stelle beträgt 55m und die Wassermenge liegt bei 80 Millionen cbm.
Auf der anderen Seeseite, kann man noch den alten Kanal sehen, der unter Napoléon III von Zuchthäuslern gebaut wurde. Er verläuft den Verdon entlang diente der Wasserversorgung der Provence. Ab Quinson durchquerte er viele Tunnel bis zur Ansaugstelle, wo er unter Bergen verschwindet. Das Wehr das als Ansaugstelle für den neuen „Canal de Provence“ dient, liegt Richtung Staumauer auf der südlichen Seite”

 

Der See ist Teil eines gigantischen Bewässerungssystems, an dem in der Provence schon seit Jahrhunderten gebaut wird.  Näheres dazu später.

Ein Rundgang durch das Dorf und seine Geschichte


Der Rundgang beginnt im neuen Dorf. Dann hinunter zum Hafen, anschließend am Mehrzwecksaal vorbei zum alten Dorf und zum Schloss.  Das als Überblick.
Danach  geht es ein wenig durch die Geschichte Esparrons.
Dauer: Etwa 2 Stunden

 

 

 

 

 

Sie werden alles kennen lernen, was sie zum angenehmen Leben in Esparron brauchen – und noch ein wenig mehr über die lange Geschichte dieses kleinen provenzalischen Fleckens.


Esparron ist in drei Teile gegliedert:


“Lou Veyre” ,
die Häuser um das Schloss

 

 

 

 

 

 

 

 


“Quartier de l’hôpital“ und das „alte“ Dorf, das auf der Strecke des Herdenwanderwegs (Transhumance) errichtet wurde.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

„Das neue Dorf“,
das nach dem Stau des Sees errichtet wurde.
Hier sind das “Einkaufszentrum und einige Restaurants

Ende der Sechziger Jahre wurde der See aufgestaut. Quasi über Nacht fand sich Esparron, Jahrhunderte lang ein Dorf am Rande der Haute Provence, als Seeort in der Nachbarschaft eines Kurortes mit richtigen heißen Quellen (Gréoux-les-Bains) wieder.

Lediglich die alte Brücke über den Verdon verschwand im Wasser und nachdem die EDF (Eléctricité de France) die Strasse nach Greoux neu gebaut hatte, war der alte Ort immer noch nicht auf das neue Wasser, sondern auf den alten Herdenwanderweg ausgerichtet.

Das hatte ja auch in der Vergangenheit immer Sinn gemacht, aber jetzt? Zeit also, ein neues Dorf zu bauen.

Esparron hat wirklich großes Glück gehabt, dass es Architekten und Baumeister gefunden hat, denen es gelungen ist, neue Häuser, Wohnungen und Geschäfte zu bauen, die so gar nichts von den architektonischen Sünden der sechziger Jahre haben. Der Ort hätte nämlich auch ganz anders aussehen können. Die Häuser und Wohnungen „Les Olivier“ am Chemin de Bians liegen so oben am Hang, als ob sie schon immer da gewesen wären. Und auch der Ort selbst fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Die Verwendung traditioneller Materialien und der Rückgriff auf die alte Formensprache der Provence haben das neue Dorf werden lassen. Und preisgekrönt ist es auch. Lediglich der vor ein paar Jahren errichtete „Salle Polyvalente“ (Mehrzweckhalle) gibt Anlass zu Diskussionen.

M. Manini, der das neue Dorf geplant und gebaut hat und noch bis vor ein paar Jahren tätig war, hat übrigens auch unser Haus gebaut. Es ist sein letztes – und sein schönstes, wie er sagt. Wir glauben ihm natürlich gerne.  


Le Tabac
Seit Jahren schon versucht Monsieur Perrin, sich das Rauchen abzugewöhnen. Schwierig, schwierig angesichts der Tatsache, dass er das ganze Jahr vor einem gut gefüllten Tabaksortiment steht.

 

 

 

 

 

Darüber hinaus gibt es hier Badeartikel, Anglerzubehör (außer Bier), Telefonkarten, Zeitungen und jede Menge Postkarten, Wanderkarten etc. Und natürlich die unvermeidliche Tageszeitung der Provence mit dem einfallsreichen Namen “La Provence”.

 

 

 

 

 

 

Bis vor ein paar Jahren hieß sie noch Le Provencale (Der Provencale) und nicht wenige meinen, dabei hätte es ruhig bleiben können.

 

 

 

 

 

 

 

Die Bäckerei „Le Fournil“
In den Sommermonaten ganztägig geöffnet gibt es hier frisch gebackenes Baguette etc.

Für den Franzosen ist das überlebenswichtig, denn er ist gewohnt, sein brot frisch täglich mindestens einmal, manchmal auch zweimal einzukaufen.

Ein gutes Baguette erkennt man übrigens am…, Na? Ratatoulle gesehen und aufgepasst? – natürlich am Klang. Nicht an der Farbe, nicht an der Konsistenz sondern am Klang den das Brot macht, wenn man es drückt.

Über den Fahrstil des Bäckers wollen wir an dieser Stelle schweigen. Nur soviel. Sie sollten ihn nicht nachahmen, nicht in Rechtskurven überholen, die der Engländer die blinden Kurven nennt, nicht über Bürgersteine oder bei Nacht nur mit Standlicht fahren und so weiter.


La Superette
Hier betreibt Jean-Marie mit seiner Frau den weltweit größten kleinen Laden Esparrons. Es gibt alles für den täglichen Bedarf mit großer Gemüsetheke und  eigener Metzgerei.

 

 

 

 

 

 

Zwar können die beiden den Preiswettbewerb mit den Grand Surfaces (große Supermärkte) nicht bestehen, aber der Einkauf hier spart jede Menge Fahrerei und man hat einfach mehr vom Urlaub.
Neuerdings kann auf Kreditkarte sogar Bargeld (ca. 70 Euro pro Tag) abgehoben werden.
Wieder eine Schlängel-Tour nach Gréoux gespart.
Hier gibt es auch Brot, wenn die Bäckerei nicht geöffnet hat.

 

 

 

La Pizzaïolette
Pizzeria

Die Pizzeria wechselt zur Zeit den Benutzer. Wie es im Sommer 2008 aussehen wird, weiss man noch nicht.

 

 

 

 

 

Le Bistro


Hier sorgen Yves und Florence für die Gäste und das gleich dreisprachig. Florence spricht neben Französisch nämlich noch ganz ausgezeichnet Englisch und Italienisch
Der Food Circus von Esparron hat seine Eigenheiten. Es ist die Farbe der Tische und Stühle, die dem jeweiligen Restaurant zugeordnet sind. Das Bistro hat zum Beispiel blaue Stühle und Tische., die Solleiade grüne. Wenn man sich also auf grüne Stühle setzt und meint jetzt die Muscheln des Bistro (sehr zu empfehlen) verkosten zu können, der ist schief gewickelt und bekommt die Salatkarte der Solleiade präsentiert. Man müsste mal ausprobieren, was passiert, wenn man einen grünen Stuhl an einen blauen Tisch heranrückt. :-)
Das Bistro ist abends als Bar sehr beliebt.
Die Speisekarte umfasst einige Salate (Berger, piémontaise, niçoise, fermier,  etc.), Muscheln in Sahnesoße und Pommes Frites (9 €), ein Entrecôte zu 11 € und ein Steak haché (Hacksteak) zu 7€ für die lieben Kleinen.
Stolz ist Christine besonders auf die umfangreiche Eiskarte. Aber Vorsicht: Eis ist in Frankreich ein echter Luxusartikel und wird auch entsprechend angeboten.

Die Fourchette
Man sitzt mit einem prima Blick auf das Treiben auf dem Parkplatz. Die Küche ist stark saisonabhängig und in jedem Jahr neu zu erkunden.
Das Office de Tourisme
Aktuelle Informationen über Veranstaltungen in Esparron und Umgebung findet man am besten im Touristenbüro. Monsieur Giordano betreut es seit Jahren mit Hingabe.


Der aktuelle Veranstaltungskalender

 

Vom Touristenbüro Esparron:

 

 

En Mai1er MAI 2008

 

Messe à 18h15

3 MAI 2008

Repas des conscrits “8″ à 20h30 dans la salle polyvalente (foyer rural)

10 et 11 MAI 2008

Régate lasers (club nautique)

11 MAI 2008

Brocante devant les commerces, toute la journée, organisée par l’office de tourisme : 04 92 77 15 97

16 MAI 2008

Concours de scrabble à 14h, petite salle du foyer rural

17 MAI 2008

Concert “trio flûtes” à 20h30 dans la salle polyvalente (esparron musique)

24 et 25 MAI 2008

Voile Verdon, 100 optimist/picos attendus sur le lac… (Club nautique 04 92 77 15 25)

25 MAI 2008

Concours de boules à 15h (foyer rural)

En Juin1er JUIN 2008

Repas “Aioli” à 12h, salle polyvalente (foyer rural)

8 JUIN 2008

Concours de boules à 15h (foyer rural)

14 et 15 JUIN 2008

Championnat de Méditerrannée, 80 lasers sur l’eau… (cnev)

14 JUIN 2008

Spectacle “Esparron en folie” à 20h30 dans la salle polyvalente (Foyer rural)
Danses, Chansons, Sketch… par les Esparronnais et Albiscéens

28 JUIN 2008

Jeux inter-villages à Quinson (cej)

En JuilletDu 1er JUILLET au 31 AOUT 2008

Messe en l’église St André tous les SAMEDIS à 18H15

5 JUILLET 2008

Concours de boules à 20h30 (foyer rural)

Du 5 JUILLET au 12 JUILLET 2008

Exposition \” Couleurs Médiévales\” salle polyvalente (Mr Cavillac Association Empreintes et Traditions Maures et Provence Patrimoine de Ht Verdon 04 92 77 11 37)

Du 7 JUILLET au 13 JUILLET 2008

Exposition de peinture dans la galerie de la salle polyvalente MICHCA (Mme Caporne)

12 JUILLET 2008

Concours de boules pour enfants à 16h (foyer rural)

14 JUILLET 2008

Concours de boules mixte à 16h (foyer rural)

19 JUILLET 2008

Concours de boules à 15h30 (comité des fêtes)
Bal sono sur le parvis salle polyvalente à 22h (comité des fêtes)

20 JUILLET 2008

Brocante + Foire Artisanale en haut du village et rue des fontaines (office de tourisme 04 92 77 15 97)

26 JUILLET 2008

Spectacle “Esparron en folie” à 20h30 salle polyvalente (foyer rural)

27 JUILLET 2008

Concours de boules, Challenge du Conseiller Général Michel ZORZAN à 16h (foyer rural)

Tous les Vendredis de Juillet et Août

Réunions amicales d’artistes peintres, poètes, musiciens dans le jardinet de l’atelier d’art de Reva Remy, rue des fontaines, de 16h à 18h30 (poésie art et vie)

En Août3 aout

Exposition devant l’Office de tourisme sur les déchets ramassés par les ados des 4 communes autour du lac d’Esparron jusqu’au lac de Ste Croix avec apéritif en fin d’aprés midi

3 AOUT 2008

Concours de boules, Challenge Jean ARNOUX, à Albiosc (foyer rural)

Du 5 AOUT au 10 AOUT 2008

Exposition DE PEINTURE DE REVA REMY dans la salle polyvalente (Arts et vie)

9 AOUT 2008

Récital Poétique de REVA REMY, salle polyvalente à 18h (Arts et vie)

14 AOUT 2008

Bal Orchestre, parvis salle polyvalente à 22h (comité des fêtes)

15 AOUT 2008

Concours de boules de la Municipalité à 16h

16 AOUT 2008

Brocante + Foire Artisanale en haut du village et rue des fontaines (office de tourisme 04 92 77 15 97)

23 AOUT 2008

Spectacle “Esparron en folie” salle polyvalente à 20h30 (foyer rural)

24 AOUT 2008

Concours de boules à 16h (foyer rural)
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kanus für die Bootswanderungen gibt es direkt beim Club Nautique in dem kleinen Port. Dort kann man auch Tretboote, Surfbretter, Kanus und Elektroboote leihen.
Öffnungszeiten 1.3. – 15.12.
Ouverture tout les jours à partir du premier WE d’avril au premier WE de novembre et en semaine seulement en dehors de cette période.

 

 

 

 

Surfen – Optimist – Dériveur
Kanu – Kayak – Aviron?


5-Tage-Gruppenkurs in einer Aktivität
5 Treffen von 2:30 Std. von Montag – Freitag
Zeiten : 9:30-12h oder 14-16:30  (17-19:30)
Tarif : 106 € / pers (stage + licence + matériel)


3-Tage-Gruppenkurs in einer Aktivität
3 Treffen von 2:30 Std.
Zeiten : 9:30-12h oder 14-16:30  (17-19:30)
Tarif : 73,45 € / pers (stage + licence + matériel)


 

La Perle de Verdon
Mit der “Perle” kann man eine  kommentierte Fahrt auf dem See unternehmen.

Départ tous les jours à 15 H 00 et 16H30

Juillet/août: départ supplémentaire à 18H00
 

 

Pedalos- und Elektroboote

 

 

 

 

 

 

 

 


Siggi Helmer und der Esel Pan
Wer ein bisschen Glück hat, kann Siggi Helmer im Dorf mit seinem Esel Pan treffen. Er kommt seit über zwanzig Jahren nach Esparron und hat es seit ein paar Jahren zu seiner Heimat gemacht.  Aussehen tut er so, wie ich mir als Kind immer Rübezahl vorgestellt habe, er ist also leicht zu erkennen. Mit seinem Esel ist er fester Bestandteil der örtlichen Laienspielschar und natürlich mit einem echten Esel immer präsent bei dem weihnachtlichen Krippenspiel.

 

 

 

 

 

 

Siggi hat es auf sich genommen, die Kaufleute, Campingplatz-Besitzer und andere im Winter in Deutsch zu unterrichten. Ein schwieriges Unterfangen, aber nicht ohne Erfolg. Hin und wieder hört man schon mal ein Guten Tag statt Bonjour. Lesenswert ist seine Berichte über seine mehrtägigen Wanderungen mit Pan, seinem Esel..
Es gibt eine ganze Reihe Deutsche in Esparron und natürlich sind sie als Touristen im ganzen Jahr sehr willkommen. Mit den Deutschen ist es so wie mit den Vögeln, sagte mir ein alter Provenzale. Wenn sie kommen, wissen wir, dass es Sommer wird.
Ist doch schön, habe ich so gedacht. Die Freude war ja nicht immer so groß, wenn die Deutschen kamen… Und jetzt hat es mehr als fünfzig Jahre gedauert, bis einer so etwas sagen konnte. Es gibt Sachen, die machen einem Hoffnung.

 

 

 

 

 

 

 

Salle Polyvalente
Der Salle Polyvalente, der Mehrzwecksaal  beherbergt die örtliche Bücherei und ist Schauplatz von Festen und Ausstellungen. Programm gibt es im Office de Tourisme. Kulturpalast sagen manche spöttisch, da sich der damalige kommunistische Bürgermeister für den Bau mächtig eingesetzt hat. Wenn man aber sieht, wie rege sich das Gemeindeleben hier insbesondere auch im Winter abspielt, verliert sich das Spötteln.

 

 


Auberge du Lac

War das einzige Hotel am Ort und ist gerade zu einem Ferienwohnungshaus umgebaut worden. Leider ging damit das Restaurant über die Wupper, äh, den Verdon muss es natürlich heißen.

 

 

 

 

 

 

Im alten Dorf 
La Mairie, La Poste, la Politique
Als Urlauber wird man mit dem Rathaus nicht allzu viel zu tun haben., normallement.
In dem Bau befindet sich aber auch Postamt und öffentliches WC. 
Die Franzosen sind im allgemein stolz darauf, dass es auch in den kleinsten Dörfern ein Postamt und einen Bürgermeister gibt.
Und die Politik in diesen kleinen Dörfern ist nicht so ohne.
Ganz aktuell im befindet sich die Region im Streit über das Vorhaben der EDF (Èlectricité de France – ein Staatsmonopol, das immer noch nicht geschleift wurde), eine 400.000 Volt Leitung an die Küstenregion um Nizza zu bauen. Die Linie geht an Esparron vorbei und soll die Verdon-Schlucht überqueren. “Die erzählen uns, sie wollen Strom nach Nizza bringen, aber in Wirklichkeit wollen Sie französischen Atomstrom nach Italien exportieren”, sagte einer. Die EDF hat den meisten Dörfern versprochen, im Gegenzug die Stromleitungen in den Orten in Kabelgräben statt an Masten zu verlegen. Die meisten Bürgermeister sind wohl deshalb für die Leitung, die meisten Bürger jedoch dagegen. Auch der Comte de Castellane hat sich eingeschaltet und das Schloss mit einem Protestbanner versehen.

 

Ecomusée   “La Vie d’Antan” -  Heimatkundemuseum
“La Vie d’Antan”
Dieses private Museum lohnt sich für alle, die einmal sehen wollen, wie es vor 150 Jahren in Esparron aussah. Liebevoll ausgestattete Zimmer zeigen, wie sich das Leben abspielte. Auch für Kinder sehr lehrreich: Kein Fernsehen, kein Radio, kein Gameboy… Unvorstellbar


 

 

Öffnungszeiten:
Von April-Oktober 14:30-18:30
Juli und August 10:00-12:00 und 15:00 – 19:00
Dienstag Ruhetag
 

 

 

 

 

 

Boul-o-Drôme

Das Boul-o-Drôme am Ortseingang dient für dem Boules Spiel.    Klar.
Außerdem findet hier zweimal im Sommer ein Trödelmarkt statt.
Wer im Juli da ist, kann das große Turnier in Marseille besuchen. Ansonsten gibt es in Esparron und Umgebung fast an jedem Wochenende Turniere, wo man viel Spaß haben kann. Oder auch jede Menge Geld verlieren. Ja, die wetten dabei. Vorsicht. Auf uns Hobbystrategen haben einige gerade gewartet.

 

 


Provence Cheval
Auf dem Weg nach Quinson findet man den örtlichen Pferdestall mit der Möglichkeit, Tagestouren zu buchen.
PROMENADES A CHEVAL
Link zur Website Provence Cheval


Weitere Adressen hier.

Der Friedhof
Gut. Ich gebe zu, dass Friedhöfe nicht jedermanns Sache sind. Obwohl, man sagt ja, dass man menschliche Kultur auch daran ablesen kann, wie die Lebenden mit den Toten umgehen.
In Esparron jedenfalls haben die Toten auf dem neuen Friedhof an der Strasse auf das Plateau einen Platz mit sehr schöner Aussicht.
An den Grabplatten sind vorne Griffe befestigt, wohl als Symbol dafür, dass die Gräber eines Tages geöffnet werden. Mit einem kleinen Griff ist das natürlich viel praktischer. Sehr umsichtig.

Das Bild links ist vom alten Friedhof, der etwas versteckt in der Nähe des Schlosses liegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schloss und Turm
Schloss und Turm aus dem XI. Jahrhundert
Seit dem Mittelalter gehört das Schloss zur Familie Castellane. Es diente als Mautstelle (ein verharmlosender Ausdruck für schnöde Wegelagerei und gewöhnliches Raubrittertum) und als Wachturm über den Verdon. Die Anfänge des Turms gehen auf das 11. Jh. zurück. Im 13.Jh. wurde er erneuert. Gegen Ende des 18. Jh. (also nach der französischen Revolution) wurde der Turm mit einem Dach versehen und als Taubenschlag genutzt, die zivile Verwendung eines Wehrturmes auch symbolisch quasi auf die Spitze getrieben. Das Schloss selbst besteht aus verschiedenen Baukörpern unterschiedlicher Epochen. Eine Renaissance-Fassade und eine Wendeltreppe datieren etwa um 1520. Zusammen mit der Südfassade, die um 1780 fertiggestellt wurde, machen sie die Hauptcharakteristika aus.
Zur Zeit wird das Schloss von dem Comte Bernard de Castellane und seiner Frau Charlotte Anne sowie den beiden Kindern Boniface und Rose bewohnt. Es ist die 32igste Generation der Castellanes. 1998 wurde das Schloss renoviert und Gastzimmer eingebaut.
Bernard & Charlotte Anne
de Castellane
04800 Esparron de Verdon
Tel. 00 33 (0)4 92 77 12 05
Fax. 00 33 (0)4 92 77 13 10
E.mail: chateau@esparron.com
Website: http://www.esparron.com

Dies ist übrigens das offizielle Foto des Tourismusbüros. Man sieht vor Lavendel kaum den Turm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirche St. André


Diese Kirche grenzt direkt an das Schloss. Die Patronne ist die Hl. Magdalena, Namensgeber der Hl. Andreas, einer der 12 Apostel Christi, Bruder des Petrus. Er starb als Märtyrer in Antiochien, wo er das Evangelium verkündete. Man kreuzigte ihn auf einem x-förmigen Kreuz, daher der Name „Andreaskreuz“. Sein Gedenktag ist der 30. November.
Die Anfänge der kleinen Kapelle innerhalb der Schlossmauern gehen auf das 10. Jh. zurück. Von der Familie Castellane zur Familiengruft erweitert wurde sie später von den Pfarrern an der Südseite ausgebaut. Der weiße Büßerorden (eine Bruderschaft, die 1616 von einem Castellane gegründet wurde) erweiterte die Kirche um eine Kapelle, schließlich wurde 1766 die Westfassade mit dem Glockenturm gebaut. Die für diesen Teil der Provence so typisch geschmiedete Turmspitze stammt aus dem 19. Jh. und hat einen grünen Michelin Stern. Alles in allem hat man also knapp 1000 Jahre an der kleinen Kirche herumgebastelt. Gemessen daran ist das Ergebnis überraschend harmonisch


Heimatkunde

Esparrar:
In Provenzalisch „rutschen“
Esparro: Provenzalisches Wort für ein Lager, über das das Seil einer Fähre zwischen zwei Ufern gezogen wurde.
Esperon: Felsen, auf dem das Schloss steht
Espadon: Ein kurzes, mit beiden Händen gehaltenes Schwert auf dem Wappen der Castellanes
Die Kapelle St. Madeleine
Die Kapelle befindet sich am Ortsausgang Richtung Albiosc und hat 1997 ihren 100. Geburtstag gefeiert. Namensgeberin ist die jüdische Fischerin Magdalena aus Galiläa, die von Jesus Christus bekehrt wurde. Eine Legende besagt, dass diese Magdalena ihr Leben in der Provence beendete. Als sie durch Esparron kam, entdeckte sie Vipern-Nester. Sie zerstörte die Schlangen-Eier und seit dieser Zeit gibt es in Esparron keine giftigen Schlangen mehr, obwohl überall Felsen sind. In Gréoux wiederholte Magdalena das ganze noch einmal. Dort hat man ihr zu Ehren die Kapelle „Notre Dame des Oeufs“  (Hl. Mutter der [Schlangen-] Eier) errichtet. Magdalena reiste weiter nach St. Maximin en Provence. Sie beendete ihr Leben in einer Grotte des St. Baume Gebirges wohin noch heute Wallfahrten durchgeführt werden.
Die Kapelle St. Anne
Die Kapelle wacht über den neuen Ortsteil St. Anne und stammt aus dem 12. Jahrhundert, wirkt aber viel älter. 1968 wurde sie im Rahmen der Baumaßnahmen zur Errichtung des neuen Dorfes restauriert. Benannt wurde sie von Mönchen des Bettelordens wie viele andere in der Region nach  der Hl. Anna, der Mutter Marias.
 « Notre Dame de la Misericorde »
Ruine
Die Kapelle befindet sich auf dem alten Friedhof, als Ruine allerdings, denn sie stürzte zum Bach in zusammen. Ihr Bau wird dem Orden der Weißen Büßer zugeschrieben. Dieser wohltätige Orden hatte immer einen Castellan an der Spitze. Um ihre Anonymität zu wahren, verhüllten die Mitglieder der Bruderschaft ihr Gesicht unter weißem Tuch.
Über die Fähigkeiten der  weißen Büßer in Bezug auf die Baumeisterei darf  mit Fug und Recht spekuliert werden. Jedenfalls gaben sie der kleinen Kapelle, wahrhaftig ja kein Ausbund architektonischen Größenwahns, ein unzureichendes Fundament mit, was schließlich zum Zusammenbruch des Gebäudes führte. Einige haben wohl zu recht ihr Haupt verhüllt.
Oratoire St Catherine
Im Garten des Pfarrhauses steht dieser Schrein. Von hier gingen alle Prozessionen aus, die u.a. auch nach Albiosc führten.
Oratoire St Eloi

Diese Wegmarke findet sich auf der Strasse nach Albiosc auf der rechten Seite vor der Kapelle St. Madeleine.
Namensgeber ist der Schutzherr der Schmiede St. Eloi, Schatzmeister Clodwigs II und Dagobert I, dann Bischof von Noyons. Gedenktag ist der 1. Dezember
Oratoire St Jean

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Gedenkstein findet sich am Tuchmacherweg, dem „Chemin de la Tuilière“. Er erinnert an Johannes den Täufer.
Wegkreuz
am Ende der vom Schloss ausgehenden Platanenallee

Genau, dies ist der Brunnen am Schloss und nicht das Eisenkreuz. Das steht in der scharfen Kurve weiter oben und ist eh’ kaum zu sehen.
Ancienne distillerie
Die alte Lavendeldestillerie befindet sich an der Strasse nach Albiosc direkt neben der Kapelle St. Madeleine. Sie wurde bis 1997 betrieben und füllte im Juli das ganze Tal mit Lavendelduft. Heute ist hier die kommunale Pferdevermietung untergebracht. Lavendel wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der Gegend angebaut. Für das arme Land ein schönes Zubrot. Die Parfümerien und Seifenhersteller in Grasse haben den Bau der Destillerien gefördert. Insgesamt zählte Esparron einmal 22 Destillen.
In der alten Destillerie wurden die Lavendelpflanzen verbrannt, also als Brennstoff für die Erzeugung des für die Destillation notwendigen Wasserdampfs genutzt. Heute wird auch die ölbetriebene modernere Destillerie Richtung Albiosc nicht mehr so genutzt wie gebaut. Seit etwa 2000 verwenden die Bauern Anhänger mit Metallaufbauten hinter den Traktoren, in die bei der Lavendelernte die Pflanzen automatisch gefüllt werden. Diese Anhänger werden dann komplett an die Destillationseinrichtung angeschlossen und der Destillationsprozess findet innerhalb des Anhängers statt. Das Destillat wird gesammelt und die Reste der Pflanzen werden nicht mehr wie früher verbrannt, sondern zurück auf die Felder gebracht und untergepflügt. Zusammen mit der Entwicklung von Erntemaschinen, die drei Pflanzenreihen auf einmal abernten und etwa ab 2002 zum Einsatz kommen sollen, ist die neue Destillationstechnik ein gewaltiger Produktivitätssprung, da der Bauer jetzt die Destillation selbst durchführen kann und das Personal für die Destillerie eingespart wird. Das könnte dazu führen, dass wieder mehr Lavendel angebaut wird.
Die Preise für Lavendel und Lavendin sind schon seit Jahren nicht mehr auskömmlich. Die Konkurrenz aus Bulgarien und aus asiatischen Ländern macht den Bauern arg zu schaffen. Und das, obwohl Lavendel von der EU subventioniert wird und manche Bauern mehr Subventionen erhalten, als sie für ihre Ernte erlösen. Da der Lavendel auch eine hohe touristische Bedeutung für die Region hat, sieht man das nur als recht und billig an.

Fontaines
Esparron lebte zum Teil von den durchziehenden Herden der Transhumance, die sich der Quellen bedienten. Eine Fontäne befindet sich zusammen mit einem Waschhaus direkt am Schloss, die andere aus dem Jahre 1877 im alten Dorf, dort wo früher das Backhaus stand.

 

 

 

 

 

 


Lavoirs
Es gibt zwei Waschhäuser im Dorf. Eins direkt neben dem Schloss, das andere im alten Dorf. 

Unterhalb des Waschhauses – und das steht natürlich nicht im französischen Originaltext – lebt übrigens eines der Ziegenmädchen und damit verhält es sich so: Die beiden Ziegenmädchen waren zwei Zwillingsschwestern im zarten Alter von etwas über achtzig Jahren. Eine der beiden verstarb vor ein paar Jahren, die andere jedoch lebt noch immer im Dorf und hält – in ihrem Wohnhaus im alten Dorf – eine Ziegenherde von etwa 12 Tieren. Dazu ein Ziegenbock.
Nun kaufte eines Tages eine Familie aus Paris das gegenüberliegende Haus. Es war Winter als man sich für den Kauf und die anschließende Renovierung entschied. Als alles fertig war stellte man im Frühsommer überrascht die Existenz des Ziegenbocks fest, u.zw. in Form penetrant übelriechender Geruchsschwaden, die nunmehr durch die kleine Strasse wabern.  Ziegenböcke sind scheinbar im Winter geruchsneutral, jedenfalls steht das Haus jetzt frisch renoviert wieder zum Verkauf.
Natürlich lassen die Hygienegesetzgebung in Frankreich die Haltung von Ziegen in einem Wohnhaus eigentlich nicht mehr zu und es gibt tatsächlich Streit mit der Kommune, besonders aber mit der Präfektur in Digne. Die meisten Dorfbewohner sind jedoch der Ansicht, dass es sich hierbei um eine Form des kulturellen Erbes handelt, die zu gegebener Zeit nicht weitergeführt werden wird. Und damit hat man es bisher ganz pragmatisch bewenden lassen.
Und so lange freuen wir uns alle, wenn wir das Ziegenmädchen mit ihrer Herde im Ort oder auf den anliegenden Strassen und Feldern sehen.
Da wir schon auf das Hölzchen gekommen sind, können wir uns ebenso gut mit noch mit dem Stöckchen beschäftigen. Und das Stöckchen ist in diesem Fall das „Fräulein“. Während nämlich im Deutschen das Fräulein ausgestorben ist, u.zw. nicht nur in seiner ältlichen Form sondern ganz generell (jedes noch so grüne Würstchen hinter beliebigen Bankschaltern lässt sich inzwischen mit „Frau“ anreden) gibt es im Französischen die Mademoiselle oder das Jeune Fille durchaus noch. Und selbst eine achtzigjährige Frau wird kann sich so anreden lassen, wenn sie es wünscht und aufgrund ihres unverheirateten Status als berechtigt ansieht.

Ancien hôpital

Im alten Hospital  – links da dazu gehörige Waschhaus -  wurden Tier und Mensch gepflegt. Natürlich auch die auf der Transhumance durchwandernden. Der Standort des Hospitals ist nicht mehr genau zu ermitteln. Ein Haus im unteren Dorfteil an dem Weg zur Kapelle St. Anne wird von manchen noch das Haus der Pestkranken genannt, andere vermuten das alte Krankenhaus im oberen Teil. Wie dem auch sei, auf jeden Fall gab es eines. Heute  befinden sich das nächste Krankenhaus in Manosque.

 

 

 

 

Ancien four a pain
Das alte Backhaus wurde 1958 im Zuge des Einbaus der Bewässerung zerstört.

Lange Jahre gab es überhaupt keine Bäckerei mehr. Wer die Abhängigkeit der Einheimischen von frischem Baguette kennt, weiss wie sehr sie gelitten haben.

Wir alle wissen doch, dass frisches Weißbrot durch nichts zu ersetzen ist, und sei es noch so kunstvoll eingefroren und wieder aufgetaut. Deshalb sind alle froh, dass im Herbst und Frühjahr das Brot in der Superette wenigstens auf Bestellung geliefert wird. Im Sommer backt der kleine Caviaque (er geht inzwischen auch schon auf die vierzig) selbst für das Dorf und die umliegenden Campingplätze. Dies sei deshalb erwähnt, weil er morgens im Sommer das Brot selbst ausliefert und dabei einen Fahrstil pflegt, dem man am besten tunlichst aus dem Wege geht. Überholen in „blinden Kurven“, um einmal diesen amerikanischen Ausdruck zu verwenden, bis auf die Stoßstange auffahren, Hupen, Drängeln, Schimpfen, Schreien … Das Brot muss halt frisch ausgeliefert werden.
Ancien moulin à grain (farine) – ruine
Die Ruine der alten Getreidemühle befindet sich ebenfalls auf dem Weg nach Albiosc.

Ancienne magnanerie -ruine
Hier züchtete man Seidenraupen

 

 

 

 

 

 

 


Le pont coupé
Die untergegangene Steinbrücke
1725 ließ die Stadt Arles, die ihre Schaf- und Ziegenherden im Frühjahr in die Berge treiben ließ, diese Brücke bauen. Sie befand sich in der Verlängerung des Wegs zum Camping du Soleil, der jetzt im See endet. Beim Bau des Sees wurde die Brücke überschwemmt. Sie befindet sich etwa 35 Meter unter dem Seespiegel und war etwa 20 Meter hoch. Genau, die Fahrbahn ist also 15 Meter unter der Wasseroberfläche.

 

 

 

 

 

 

 
 

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