Autorenarchiv
Lavendel – medizinisch
Das ätherische Öl hat eine beruhigende und krampflösende Wirkung und vermindert Rheumaschmerzen. Gerne wird es in Heilbäder getröpfelt. Die heilende Erfolgsgeschichte des Oleum Lavandulae könnte sich in Zahnarztpraxen fortsetzen. Für eine Studie mussten Menschen vier Wochen lang regelmäßig Lavendel riechen.
Ein Zahnarzt allein genügt bei vielen schon für eine gehörige Portion Respekt, wenn nicht gar Angst
Heimatmuseum Esparron
Mit viel Liebe, das ist ja wohl die angemessene Standardformel, wenn einem sonst nicht viel einfällt, hat das Heimatmuseum alles zusammengetragen, was einstmals in diesem entlegenen Flecken der Provence zur Haushaltsausstattung gehört hat. Die einen interessiert es, die anderen fragen sich, warum man das wissen sollte?
Markttage
Markttage in der Umgebung (Update) Les Jours de Marchés dans les environs:
LUNDI matin: Forcalquier MARDI matin: Gréoux les bains (légumes) MERCREDI matin: Riez, Digne les bains, Castellane JEUDI matin: Gréoux les bains, Allemagne en provence (en saison) VENDREDI matin:Esparron de verdon (en saison), Quinson, Moustiers ste marie SAMEDI matin: Riez, Digne les bains, Manosque, Valensole (en saison) DIMANCHE matin:Vinon sur verdon, Bauduen (en saison)
Esparron – Internetauftritt
Esparron hat einen neuen Internetauftritt mit vielen Informationen. Einfach ins Bild klicken.
Morgens

Noch ist nichts los. Noch wälzen sich die Touristen in den Betten, bevor es nach 10 langsam losgeht. Dann ist die beste Zeit ein paar frische Fotos zu machen.
Dogs own country
Hunde lieben Frankreich nicht nur wegen der hundefreundlichen Menschen – angeblich haben die Franzosen wenigstens dreimal soviel Hunde pro Kopf wie die Deutschen – sondern in erster Linie wegen des Baguettes. Welches, wenn es erst mal ein, zwei Tage alt ist – also auf der steinharten Seite – erst so recht genießbar wird. Vermutlich haben die Franzosen deshalb auch so wenig Rezepte mit Semmelbröseln (Semmelknödel sind hier gänzlich unbekannt). Die Hunde fressen vorher alles weg.
Fleur du Sel – Homemade

An den Etangs, den Tümpeln, die das Meer im Languedoc bildet, kann man sich als Salz Gärtner betätigen. Zur Not auch ohne Rechen und weiteres Werkzeug. Man sammelt die harte Salzkruste ein, lässt sie trocknen und zerbröselt dann alles zu ungleich großen SalzKörnchen. Der Clou kiegt in der unterschiedlichen Größe, chemisch ist alles das gleiche.
Hors Service
Ohne Service.
Die Empfehlung des Tages in diesem Café in Lagrasse ist eindeutug:
- Die Bestellung am Tresen aufgeben. Danke
- An den Tischen wird nichts serviert.
- Alles wieder zurückstellen.
- Hinterlassen Sie den Ort, wie sie ihn vorzufinden wünschen
- Guten Appetit.
Noch Fragen?
Canal du Midi

Hier mal ein erster Eindruck von diesem wunderschönen Kanal, der die Gironde Mündung (Atlantik) mit dem Mittelmeer bei Agde verbindt. Er wurde im 17. Jahrhundert erbaut ist noch heute mit seinen Schleusen, Überquerungen und Durchtunnelungen ein Wunderwerk der Technik.
Kunst am Bau
Wir sind heute zurück nach Languedoc gefahren, da es in den Pyrenäen regnen soll. Unterwegs treffen wir auf diese Figuren an der Raststelle Toulouse. Die Franzosen beanspruchen für die, die Speerspitze und Gralshüter europäischer Kultur zu sein (nicht immer zu unrecht) und manchmal lassen sie die Zügel schießen, wie bei diesen frei schwebenden Figuren.
Ablauf der Tour vom Wegesrand
09:00 Die Kuhherde zieht vorbei und die ersten Wanderer, die auf den Col du Tourmalet wollen. Die Straßen sind seit gestern gesperrt. Noch ist alles ruhig.
Der Hund langweilt sich und fängt an zu maulen
13:57 Auf die Minute genau kommen die ersten Wagen des Prologs.
Kamelle etc. gibt es bei uns nicht, da wir zu wenige sind, die am Straßenrand stehen. Also keine Hüte von SEAT, keine Gummibärchen von Haribo, keine Nesquick Proben etc.



15:00 Wie vorausgesagt kommen die ersten Fahrer. Keine Ahnung, wer da auf dem Rädchen sitzt.
15:07 Das Feld – Le Peleton. Es geht alles so schnell, dass es völlig unmöglich ist, jemanden zu erkennen. Mal sehen, vielleicht können wir ja auf den Bildern später jemanden erkennen.
15:20 Der Fin de Tour Wagen kommt. Jetzt schnell aufs Rad und dem Feld hinterher. 35km Abfahrt. Die Bezwingung des Col du Tourmalet. Eine gelungene Operation.


Le Col Du Tourmalet

Radfahren, behaupten diejenigen, die es ernsthafter betreiben und es also wissen sollten, heißt Bergfahren. In der Folge werden die Berge auf der Tour de France, die es besonders in sich haben, verehrt. Der Mont Ventoux, der große Kalhle der Provence, Alpes d’Huez und Les Deux Alpes und eben der Col du Tourmalet. Wir kommen am Tag vor dem Rennen an. Es ist alles voll. Auf der Bergseite, woher die Fahrer kommen ist jede Kurve, jeder Stellplatz, auf dem sich ein Wohnmobil oder ein PKW abstellen ließe belegt und auch auf der Talseite ist bereits zwei Kilmometer weit alles voll.



Lso stellen wir uns abseits an eine Skistastion und sind auch am Anfang noch ziemlich alleine da. Glück gehabt, denken wir. Aber langsam füllt sich die Stelle. Als schließlich eine größere Gruppe spanischer Jugendlicher die Zelte aufbaut und die sieben Kästen Rotwein verstaut streuchen wir die Segel und fahren weiter bergab.
Lourdes 1

Dies Gruppe aus Schottland begleitet eine junge Rollstuhlfahrerin zu der Quelle, die Heilungskräfte haben soll. Die Atadt ist voll von solchen Gruppen.
Cyber Café
Cyber Cafés sind in Frankreich sehr beliebt. Die Zeit ist vorbei, wo man durch die Stadt auf der Suche nach einem offenen Wlan durchstreifen konnte. Jetzt ist alles gesichert und meist muss man sich anmelden. Viele Office de Tourisme haben ein WlLan, das hier meist WiFi heißt und meist kostenlos ist. Zumindest wissen sie, wohin man gehen muss.
La Cure Gourmande

Können auzf so etwas tolles wirklich nur die Franzosen kommen? Die Feinschmecker Kur nennt sich diese Süßwarenkette, deren Läden ich auf diätgründen nicht betrete und das heftig bedaure.
Carcassonne

Eine mittelalterliche Kulisse wie aus einem unwirklichen Traum bietet das alte Carcassonne. Innendrin ist es eine hochtourige Touristenfalle, die man tunlichst meiden sollte, aber der Gesamteindruck ist schon überwältigend.
Kanal du Midi 1
Aufnahmen mit Selbstauslöser sind mein Hobby. Meist bin ich nur mit dem Rücken zu sehen, aber hin und wieder klappt es, wie hier am Kanal du Midi in Carcassonne, für mich der schönste Kanal der Welt.
Cirque du Navacelles
Eine Drei Sterne Sehenswürdigkeit im Guide Michelin lässt man nicht ungestraft links liegen, und wenn die Anfahrt auch etwas länger dauert, so ist das Naturschauspiel doch überwältigend. Eine trocken gefallene Flußschleife in einem Talkessel mit kleinem Weiler (Hameau) und wunderschönem Wasserfall.

Schattenplätze

Schattenplätze sind im Languedoc gesucht und insbesondere beim Einkaufen schwer zu finden. Ohne eine Abdeckung für die Windschutzscheibe sollte man den Wagen gar nicht erst starten. Ansonsten heißt es wie auch bei uns: The early wurm catches the wurm – ein bei uns Touris nicht immer beliebter Spruch.
Die Regierung senkt die Mehrwertsteuer

So geht es also auch. Nur noch 5% MWSt in Bars und Restaurants. In
Frankreich bekämpft man die Krise eben anders. Anderenorts wird ja fast nur noch über Steuererhöhungen debattiert.
HARIBO Museum in Usèz

HARIBO (HAns RIedel BOnn) ist seit 1975 in Frankreich aktiv und inzwischen die führende Marke. Das HARIBO Museum in Uzès zieht naturgemäß Familien an wie die Fliegen und es ist auch ganz nett gemacht, obwohl man als Erwachsener gerne etwas mehr von der Fertigung gesehen und etwas mehr über Marktforschung und Marketing gewusst hätte. Der Fabrikladen am Schluss ist jedenfalls ein Hit, gemessen an den Mengen, die da heraus geschleppt werden.
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Tour de France 2009 I
Sie ist endlich da. Die Dörfer und Städte haben sich herausgeputzt, Ladenbesitzer putzen ihre Schilder, die Kreisverkehre werden herausgeputzt und Familien fahren im Schnitt 112km, um irgendwo an die Strecke zu kommen und kommen dort zusammen, auch wenn sie sich sonst nur zu Weihnachten sehen. Es ist ein tolles Familienereignis, bei dem die Radfahrer eine eher untergeordnete Rolle spielen. Eigentlich ist es völlig wurscht, wer da in die Pedale der Rädchen tritt. Und wer auch immer in Deutschland auf die abwegige Idee gekommen ist, es handele sich um ein reine Sportereignis, der hat die Tour noch nie live erlebt.
Pont du Gard

Hermann der Cherusker, der z.Zt. in Westfalen groß gefeiert wird, hatte Varus mit seinen Legionen gerade zurückgeschlagen, als die Römer an anderer Stelle diese Wasserbrücke bauten. Ein Meisterwerk mit gerade mal 24 cm Gefälle auf 1000 Meter. Ohne Mörtel und Zement, allein durch sehr präzises Arbeiten. Die dusseligen Westfalen, die die römische Zivilisation in ihrem Land verhinderten, haben den verpassten Anschluss nie ganz gefunden und manche meinen, man merkt es heute noch ein wenig.
Aigues Mortes, Camargue

Der Kanal du Midi fließt mitten durch den Ort, den eine mittelalterliche Stadtmauer mit einem imposanten Turm umgibt.
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Pont du Gard 2
Sie haben den Pont du Gard neu beleuchtet. Diesmal mit LED Lampen, die angeblich das Gebäude besser und die Umgebung weniger anstrahlen. Das ganze Projekt dauert drei Jahre und wir sehen hier die erste Ausbau-Stufe.
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Vierzig Minuten dauert die Lightshow und wem es gefällt, wird
beeindruckt sein. Ich perönlich bevorzuge es eher schlicht. Das Gebäude ist schon imposant genug.

Salz

Hier an den Salinen der Camargue wird Meerwassersalz in großen Mengen gewonnen. Obwohl chemisch keinerlei Unterschied besteht, schmeckt per Hand gerechtes Salz anders, da es eine unterschiedliche Körnung hat. Das gilt natürlich nur, wenn man das Salz z.B. auf Tomatrn oder ein Ei streut und nicht, wenn man damit die Tomatensuppe würzt.
Puppen

Schaufensterdekoration in Aigues Mortes.
Gruss von Chico – Rundreise 2009

Es ist einfach so, dass diese Hitze auch einen Labbi nicht kalt lässt. Wir berichten hier über eine kleine Südfrankreichreise, die etwas über das Gebiet der Provence hinausgeht. Beginnen tun wir am 6.7.2009 in Aigues Mortes, der mittelalterlichen Stadt, bei deren erstem Anblick man den Glauben an Fata Morganas stärken kann. Hier unten ist es meist heiß, kein Vergleich mit dem See von Esparron. Weshalb die Bewohner ihre Zweitwohnungen auch eher in Esparron haben.
Esparron-de-Verdon – Meine große Liebe
Hier kommt mal einer der Einheimischen zu Wort. Sascha Seehof, der nach meiner Kenntnis der einzige Franzose ist, der es versteht Deutsch mit leichtem hessischen Akzent zu sprechen, berichtet, wie er nach Esparron gekommen ist.
Ja, Esparron ! ! ! Wie habe ich denn Esparron entdeckt, geliebt, und sogar so geliebt, dass ich mich 1976, mit 48 Jahren hier definitiv niedergelassen habe ?
Im Sommer 1970 machte ich mit meiner Familie in der Schweiz, am Tuhner See in Interlaken Urlaub. Anfang August, ein regnerischer Tag
Beschilderung
Man sagt scherzhaft, es seien dIe Franzosen gewesen, die die Bürokratie erfunden hätten – und ihr letztlich verfallen seien. Das mag so sein, und wenn man Annie klagen hört, welchen Aufwand sie betreiben muss, um ihre Equipe an Hilfen rechtmäßig anzumelden, kann man schon Zweifel bekommen, ob das alles im Verhältnis zum Ertrag steht. Manche Sachen sind aber auch deutlich besser als in Deutschland geregelt. Da ist zum Beispiel die Kennzeichnung von Straßen.
Bundes- bzw. Nationalstraßen sind in beiden Ländern gleich gut beschildert. Die N204 oder die B1 findet man leicht auf Karten, sie stehen auf Straßenschildern, auf den Karten der Navigationsgeräten und den Wegbeschreibungen der Routenplaner.
Für Stadtstraßen gilt das genauso. Die haben üblicherweise Namen, wenn sie auch wie in Mannheim D4 heißen können.
Anders sieht es bei den Landesstraßen aus. In Frankreich sind die Landstraßen im Departement vorbildlich ausgewiesen. Genauso wie die Nationalstraßen sind sie in Karten, auf den Wegweiser, in Navis etc. verzeichnet und machen das Navigieren leicht.
Das sieht in Deutschland ganz anders aus. Landstrassen, die mit L gekennzeichnet sind, sind weder auf Karten noch auf Wegweisern ausgewiesen.
Als die Routenplaner aufkamen und wir auf einmal Wegbeschreibungen ausgedruckt bekamen auf denen stand "Folgen sie der L115…" da war die Verunsicherung groß. L115? Was soll das denn sein? Wir wussten gar nicht, dass es eine solche Straße gibt, geschweige denn, dass sie direkt am Haus vorbei läuft. Erst später bemerkte man die kleinen Schildchen am Straßenrand, auf denen die Nummern stehen, aber die ersetzen keine vernünftige Beschilderung.
Die bessere Beschilderung im Nachbarland führt natürlich direkt zum besseren Kartenmaterial. Etwas Vergleichbares zum Guide Michelin gibt es in Deutschland nicht. Dass die Navis in aller Regel mit hundsmiserablem Kartenmaterial bestückt sind, wird uns so langsam schmerzlich bewusst.
Was lesen wir? – Dichter der Provence
Es ist eine unglückselig vereinfachte Vorstellung zu glauben, dass es im Urlaub egal sei, was man so als Literatur mit sich nehme. Ich musste es am eigenen Leib erfahren, als ich eines Tages das Buch zuklappte
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ISBN: 3492228089 |
und mich fragte, was um alles in der Welt mich dazu gebracht hatte, die Probleme einer Leichenbeschauerin aus Süd-Chicago mit an den See von Esparron zu bringen. Dort – of all places – gehören sie nun wirklich nicht hin, Alex Delaware, Miss Scarpetti, Hernry Bosch und wie sie alle heißen. An anderer Stelle gerne, aber hier am See? Weg damit. Might as well get lost.
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ISBN: 2266000748 |
Wer prägt die Worte der Provence? Es gibt drei bedeutende Namen. Marcel Pagnol für die Seeprovence um Marseille und Aubagne, Frédéric Mistral für die Windprovence im Rhonedelta und die Camargue , Jean Giono für die Lavendelprovence auf dem Weg in die Berge. Das ist also unsere Gegend um den See von Esparron.
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ISBN: 344272287X |
Eigentlich sollte in allen Häusern je ein Exemplar dieser Bücher vorhanden sein, aber wie es so geht. Hin und wieder fehlt eins, manchmal sind alle weg.
Ulrich Wickert kann ich empfehlen, der Blick von Außen, dem wir am ehesten folgen können. Der Blick des Deutschen auf Frankreich, lesenswert. Und dann natürlich an erster Stelle Klaus Harpprecht, ein Glücksfall, weil seine Sprachbegabung mit der Sprachverliebtheit der Franzosen so überaus glücklich harmoniert. Ein Muss also. Nach seiner Thomas Mann Biographie war es ein wenig unklar, ob er sich seinem Thema Frankreich wieder zuwenden würde. Wir haben alle Glück gehabt. Sehr lesenswert, nie gedankenlos. Leider gibt es im Bereich der Provence-Literatur auch jede Menge Müll, so dass wir uns zunächst an diese wenigen Titel halten.
Esparron – noch ohne Hafen
Was ist hier wo? Wo führt zum Beispiel diese Straße im Vordergrund hin und was ist mit den Häusern links? Es wäre schön, wenn uns hier mal jemand helfen könnte.
Esparron ehedem
Wir wissen zwar, dass der See nicht schon immer da war und mit seinem türkisfarbenen Wasser lockt, aber wie es früher ausgesehen haben könnte, ist sehr schwer vorzustellen. 
Dabei kann dieses Foto helfen, das den Ort irgendwann vor 1967 zeigt. Es scheint das meiste abgeholzt zu sein, das Wasser kann kommen. Was für ein Glück.
Tja, sie haben den See, sagte mir mal der Bürgermeister von Allemagne. Wir haben das schönere Schloss, aber der See macht mehr her. Eh, bien. C’est la vie.
Cigales – Zikaden – Grillen

Glücklich leben die Zikaden, denn sie haben stumme Weiber. Das Zitat aus dem alten Griechenland (neben der christlich-jüdischen bekanntermaßen die zweite Wurzel europäischer Kultur) ist eine Frechheit. Er war eben schon immer nicht einer der höflichsten, der Grieche, der alte, unser europäischer Bruder.
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Dabei wollte ich dieses Bild von unserer Freundin Annie nur zum Anlass nehmen, etwas zu den cigales zu schreiben, die sommers mit ihrem lieblichen Gesang die einen erwärmen, während andere daran zweifeln, ob es wirklich eine so gute Idee war, die Schrotflinte zu Hause zu lassen.
Sie nützt aber auch nicht. Die Dinger sind einfach zu klein. Sie erschrecken sich etwas, sind eine Minute still, aber länger haltensie’s nicht aus. Dann geht es wie gehabt in voller Lautstärke weiter. Und laut können sie wahrhaftig werden. Dabei geht ihnen auch nicht die Puste aus, denn die Töne werden nicht mit der Lunge erzeugt, sondern mit den Flügeln. – Oder waren es die Beine? Egal.
Im Deutschen haben wir für die cigale mindestens drei Namen, Zikade, Singzikade und Grille. Insbesondere die Grille hat es uns angetan. Wer hätte davon nicht zahlreiche im Kopf, das kennen wir ja alle.In der Provence wird die Grille verehrt und ist Gegenstand von Gedichten, Gemälden und Töpferei. Kurzbeschreibungen in Deutsch und Französisch:
Tauben am See von Esparron
Unsere Freundin Annie hat eins ihrer ungewöhnlichen Tierfotos geschickt. Un exemple de fidélité pour la vie – ein schönes Beispiel für die Treue des Lebens, das diese tourtelles am See abgeben.
Tatsächlich ist der Lac d’Esparron ein Vogelparadies, in dem sich je nach Jahreszeit alle möglichen Arten treffen. Darunter Kormorane, Stelzen, Adler und auch solche, die nachts einen hohen gleichförmigen Ton von sich geben. Beim ersten Mal dachte ich, ein zur Neige gehender Akku würde sich melden, so hört sich das an.
Im Gegensatz zu Adlern und Schwänen kann man Tauben essen, das Schlaraffenland ist schließlich gekennzeichnet von den gebratenen Tauben, die einem in den Mund fliegen. Ob diese beiden hier schon schlachtreif sind, lässt sich für den Laien nicht so ohne Weiteres sagen. Ist aber auch egal, lassen wir sie reifen.
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Die Provence ist übrigens berühmt für ihre Taubenhäuser. Häufig sind das kleine, runde Türme mit abgeschrägtem Dach, entweder allein stehend oder ins Haus integriert. | ![]() |
Bei modernen Häusern sind diese Taubentürme ein architektonisches Element, von Tauben weit und breit keine Spur.
Das Ganze hat – wie alles um den See von Esparron – eine sehr alte kulturelle Vergangenheit: La première domestication connue du pigeon date de l’Égypte des pharaons, il y a 5.000 ans. L’élevage du pigeon était initialement alimentaire. Mais ses compétences de grand voyageur revenant fidèlement à son pigeonnier ont bien vite été observées et le “ pigeon voyageur ” est né. (Quelle: http://cousin.pascal1.free.fr/histoire_pigeonnier.html ) |
Danach waren es die alten Ägypter (Das Mittelmeer ist direkt nebenan), die Tauben zunächst als Lebensmittel züchteten, ihre enorme Fähigkeit als Kurierflieger entdeckten und mit der systematischen Zucht begannen. Der provenzalische Taubenliebhaber findet sein Pendant in Deutschland am ehesten an der Ruhr, wo Tauben die Rennpferde des Bergmanns genannt werden.Diese wiederum haben nichts zu tun mit Rennziegen oder Boxenludern. Das ist eine ganz andere Kiste. |
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La Carte des Radars en France

Im Internet finden Sie die offizielle Karte der Radarstationen auf französischen Autobahnen. Zweifelsohne ist es der Beispiel gebenden französischen Höflichkeit zu verdanken, dass die Polizei diese Karte herausgibt. Besser ist ein Radarwarner mit aktuellem Kartenmaterial, der rechtzeitig Piep macht. Da Radarfallen in Deutschland per Gesetz nur an Gefahrenstellen aufgestellt werden dürfen, liegt aus Gründen der Verkehrssicherheit nichts näher, als vor diesen Punkten zu warnen. Trotzdem ist der Betrieb dieser Navi-Ergänzungssoftware verboten, so dass man gegen das Gesetz verstößt, wenn man sich an Gefahrenstellen warnen lässt. Macht das Sinn, und wenn ja, für wen?
Quellen: www.radarfalle.de http://www2.securiteroutiere.gouv.fr/data/radars/index.html


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Eine Kindheit in der Provence: Marcel / Marcel und Isabelle: Marcel Pagnol, Pamela Wedekind: Bücher
Marius: Marcel Pagnol: Bücher
Jean der Träumer.: Jean Giono: Bücher



Bei modernen Häusern sind diese Taubentürme ein architektonisches Element, von Tauben weit und breit keine Spur.
Danach waren es die alten Ägypter (Das Mittelmeer ist direkt nebenan), die Tauben zunächst als Lebensmittel züchteten, ihre enorme Fähigkeit als Kurierflieger entdeckten und mit der systematischen Zucht begannen. Der provenzalische Taubenliebhaber findet sein Pendant in Deutschland am ehesten an der Ruhr, wo Tauben die Rennpferde des Bergmanns genannt werden.