Hier kommt mal einer der Einheimischen zu Wort. Sascha Seehof, der nach meiner Kenntnis der einzige Franzose ist, der es versteht Deutsch mit leichtem hessischen Akzent zu sprechen, berichtet, wie er nach Esparron gekommen ist.
Ja, Esparron ! ! ! Wie habe ich denn Esparron entdeckt, geliebt, und sogar so geliebt, dass ich mich 1976, mit 48 Jahren hier definitiv niedergelassen habe ?
Im Sommer 1970 machte ich mit meiner Familie in der Schweiz, am Tuhner See in Interlaken Urlaub. Anfang August, ein regnerischer Tag
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Man sagt scherzhaft, es seien dIe Franzosen gewesen, die die Bürokratie erfunden hätten - und ihr letztlich verfallen seien. Das mag so sein, und wenn man Annie klagen hört, welchen Aufwand sie betreiben muss, um ihre Equipe an Hilfen rechtmäßig anzumelden, kann man schon Zweifel bekommen, ob das alles im Verhältnis zum Ertrag steht. Manche Sachen sind aber auch deutlich besser als in Deutschland geregelt. Da ist zum Beispiel die Kennzeichnung von Straßen.
Bundes- bzw. Nationalstraßen sind in beiden Ländern gleich gut beschildert. Die N204 oder die B1 findet man leicht auf Karten, sie stehen auf Straßenschildern, auf den Karten der Navigationsgeräten und den Wegbeschreibungen der Routenplaner.
Für Stadtstraßen gilt das genauso. Die haben üblicherweise Namen, wenn sie auch wie in Mannheim D4 heißen können.
Anders sieht es bei den Landesstraßen aus. In Frankreich sind die Landstraßen im Departement vorbildlich ausgewiesen. Genauso wie die Nationalstraßen sind sie in Karten, auf den Wegweiser, in Navis etc. verzeichnet und machen das Navigieren leicht.
Das sieht in Deutschland ganz anders aus. Landstrassen, die mit L gekennzeichnet sind, sind weder auf Karten noch auf Wegweisern ausgewiesen.
Als die Routenplaner aufkamen und wir auf einmal Wegbeschreibungen ausgedruckt bekamen auf denen stand "Folgen sie der L115…" da war die Verunsicherung groß. L115? Was soll das denn sein? Wir wussten gar nicht, dass es eine solche Straße gibt, geschweige denn, dass sie direkt am Haus vorbei läuft. Erst später bemerkte man die kleinen Schildchen am Straßenrand, auf denen die Nummern stehen, aber die ersetzen keine vernünftige Beschilderung.
Die bessere Beschilderung im Nachbarland führt natürlich direkt zum besseren Kartenmaterial. Etwas Vergleichbares zum Guide Michelin gibt es in Deutschland nicht. Dass die Navis in aller Regel mit hundsmiserablem Kartenmaterial bestückt sind, wird uns so langsam schmerzlich bewusst.
Der Renault Spot zur Demonstration der Sicherheit französischer Autos ist einfach genial. Die deutsche Knackwurst platzt, das schwedische Knäckebrot splittert und die japanische Sushi-Rolle löst sich auf. Das Baguett biegt sich und nimmt seine alte Form wieder an. Soweit die Theorie.
Und dann kam Herr Schlemmer, Jounalist vom Grevenbroicher Tageblatt.
Es ist eine unglückselig vereinfachte Vorstellung zu glauben, dass es im Urlaub egal sei, was man so als Literatur mit sich nehme. Ich musste es am eigenen Leib erfahren, als ich eines Tages das Buch zuklappte
und mich fragte, was um alles in der Welt mich dazu gebracht hatte, die Probleme einer Leichenbeschauerin aus Süd-Chicago mit an den See von Esparron zu bringen. Dort - of all places - gehören sie nun wirklich nicht hin, Alex Delaware, Miss Scarpetti, Hernry Bosch und wie sie alle heißen. An anderer Stelle gerne, aber hier am See? Weg damit. Might as well get lost.
Wer prägt die Worte der Provence? Es gibt drei bedeutende Namen. Marcel Pagnol für die Seeprovence um Marseille und Aubagne, Frédéric Mistral für die Windprovence im Rhonedelta und die Camargue , Jean Giono für die Lavendelprovence auf dem Weg in die Berge. Das ist also unsere Gegend um den See von Esparron.
Eigentlich sollte in allen Häusern je ein Exemplar dieser Bücher vorhanden sein, aber wie es so geht. Hin und wieder fehlt eins, manchmal sind alle weg.
Ulrich Wickert kann ich empfehlen, der Blick von Außen, dem wir am ehesten folgen können. Der Blick des Deutschen auf Frankreich, lesenswert. Und dann natürlich an erster Stelle Klaus Harpprecht, ein Glücksfall, weil seine Sprachbegabung mit der Sprachverliebtheit der Franzosen so überaus glücklich harmoniert. Ein Muss also. Nach seiner Thomas Mann Biographie war es ein wenig unklar, ob er sich seinem Thema Frankreich wieder zuwenden würde. Wir haben alle Glück gehabt. Sehr lesenswert, nie gedankenlos. Leider gibt es im Bereich der Provence-Literatur auch jede Menge Müll, so dass wir uns zunächst an diese wenigen Titel halten.
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Was ist hier wo? Wo führt zum Beispiel diese Straße im Vordergrund hin und was ist mit den Häusern links? Es wäre schön, wenn uns hier mal jemand helfen könnte.
Wir wissen zwar, dass der See nicht schon immer da war und mit seinem türkisfarbenen Wasser lockt, aber wie es früher ausgesehen haben könnte, ist sehr schwer vorzustellen. 
Dabei kann dieses Foto helfen, das den Ort irgendwann vor 1967 zeigt. Es scheint das meiste abgeholzt zu sein, das Wasser kann kommen. Was für ein Glück.
Tja, sie haben den See, sagte mir mal der Bürgermeister von Allemagne. Wir haben das schönere Schloss, aber der See macht mehr her. Eh, bien. C’est la vie.

Glücklich leben die Zikaden, denn sie haben stumme Weiber. Das Zitat aus dem alten Griechenland (neben der christlich-jüdischen bekanntermaßen die zweite Wurzel europäischer Kultur) ist eine Frechheit. Er war eben schon immer nicht einer der höflichsten, der Grieche, der alte, unser europäischer Bruder.
Dabei wollte ich dieses Bild von unserer Freundin Annie nur zum Anlass nehmen, etwas zu den cigales zu schreiben, die sommers mit ihrem lieblichen Gesang die einen erwärmen, während andere daran zweifeln, ob es wirklich eine so gute Idee war, die Schrotflinte zu Hause zu lassen.
Sie nützt aber auch nicht. Die Dinger sind einfach zu klein. Sie erschrecken sich etwas, sind eine Minute still, aber länger haltensie’s nicht aus. Dann geht es wie gehabt in voller Lautstärke weiter. Und laut können sie wahrhaftig werden. Dabei geht ihnen auch nicht die Puste aus, denn die Töne werden nicht mit der Lunge erzeugt, sondern mit den Flügeln. - Oder waren es die Beine? Egal.
Im Deutschen haben wir für die cigale mindestens drei Namen, Zikade, Singzikade und Grille. Insbesondere die Grille hat es uns angetan. Wer hätte davon nicht zahlreiche im Kopf, das kennen wir ja alle.In der Provence wird die Grille verehrt und ist Gegenstand von Gedichten, Gemälden und Töpferei. Kurzbeschreibungen in Deutsch und Französisch:
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Unsere Freundin Annie hat eins ihrer ungewöhnlichen Tierfotos geschickt. Un exemple de fidélité pour la vie - ein schönes Beispiel für die Treue des Lebens, das diese tourtelles am See abgeben.
Tatsächlich ist der Lac d’Esparron ein Vogelparadies, in dem sich je nach Jahreszeit alle möglichen Arten treffen. Darunter Kormorane, Stelzen, Adler und auch solche, die nachts einen hohen gleichförmigen Ton von sich geben. Beim ersten Mal dachte ich, ein zur Neige gehender Akku würde sich melden, so hört sich das an.
Im Gegensatz zu Adlern und Schwänen kann man Tauben essen, das Schlaraffenland ist schließlich gekennzeichnet von den gebratenen Tauben, die einem in den Mund fliegen. Ob diese beiden hier schon schlachtreif sind, lässt sich für den Laien nicht so ohne Weiteres sagen. Ist aber auch egal, lassen wir sie reifen.
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Die Provence ist übrigens berühmt für ihre Taubenhäuser. Häufig sind das kleine, runde Türme mit abgeschrägtem Dach, entweder allein stehend oder ins Haus integriert. |
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Bei modernen Häusern sind diese Taubentürme ein architektonisches Element, von Tauben weit und breit keine Spur.
Das Ganze hat - wie alles um den See von Esparron - eine sehr alte kulturelle Vergangenheit: La première domestication connue du pigeon date de l’Égypte des pharaons, il y a 5.000 ans. L’élevage du pigeon était initialement alimentaire. Mais ses compétences de grand voyageur revenant fidèlement à son pigeonnier ont bien vite été observées et le “ pigeon voyageur ” est né. (Quelle: http://cousin.pascal1.free.fr/histoire_pigeonnier.html )
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Danach waren es die alten Ägypter (Das Mittelmeer ist direkt nebenan), die Tauben zunächst als Lebensmittel züchteten, ihre enorme Fähigkeit als Kurierflieger entdeckten und mit der systematischen Zucht begannen. Der provenzalische Taubenliebhaber findet sein Pendant in Deutschland am ehesten an der Ruhr, wo Tauben die Rennpferde des Bergmanns genannt werden.
Diese wiederum haben nichts zu tun mit Rennziegen oder Boxenludern. Das ist eine ganz andere Kiste. |
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Im Internet finden Sie die offizielle Karte der Radarstationen auf französischen Autobahnen. Zweifelsohne ist es der Beispiel gebenden französischen Höflichkeit zu verdanken, dass die Polizei diese Karte herausgibt. Besser ist ein Radarwarner mit aktuellem Kartenmaterial, der rechtzeitig Piep macht. Da Radarfallen in Deutschland per Gesetz nur an Gefahrenstellen aufgestellt werden dürfen, liegt aus Gründen der Verkehrssicherheit nichts näher, als vor diesen Punkten zu warnen. Trotzdem ist der Betrieb dieser Navi-Ergänzungssoftware verboten, so dass man gegen das Gesetz verstößt, wenn man sich an Gefahrenstellen warnen lässt. Macht das Sinn, und wenn ja, für wen?
Quellen: www.radarfalle.de http://www2.securiteroutiere.gouv.fr/data/radars/index.html

Das französische Staatswesen ist größer und teurer als das deutsche. So leistet man sich hierzulande drei verschiedene Polizeiorganisationen. Gendarmerie, Police Nationale (Bundespolizei) und Police Municipale, die Gemeindepolizei. Wie immer, wenn drei Organisationen dasselbe tun sollen, geht das nicht ohne Gerangel hinter den Kulissen ab. Als die Gendarmerie in Esparron über die Stränge schlug, setzte man sie kurzerhand vor die Tür. Angeblich stellten die jungen Beamten zu sehr den Urlauberinnen nach und belegten zuviel Restaurantplätze, jedenfalls holte man sie nach ein paar Jahren wieder, obwohl die Bendenken keineswegs zertstreut waren. Die Vorteile der Polizeipräsenz auf den Straßen überwiegen aber die vermeintlichen Nachteile bei weitem.
In Aix ist meist, aber nicht immer, die Gemeindepolizei zuständig, die sich hier recht sportlich gibt. Sobald ich herausgefunden habe, welche Polizei was macht, melde ich mich wieder.

Sie ist gelb, weich und passt zu gar nichts, aber sie kann Ihnen das Leben retten.
König Karl versucht es uns humorvoll beizubringen. In Frankreich sind diese Westen jetzt vorgeschrieben und es wird teuer, wenn sie sie nicht griffbereit im Wagen haben.
Kofferraum gilt nicht. Gilt nicht!
Wenn sie bei der Kontrolle umständlich zum Kofferraum watscheln und dann anfangen, das Gepäck auszuladen, haben sie bereits verloren und sind mindestens 175 Euro los. Bar. Ja, hier lacht noch Bargeld. Und wenn sie keins haben, dann werden sie vom freundlichen Flic aus Paris zum nächsten Geldautomaten begleitet. Yep, das läuft wirklich so, ich wollte es nicht glauben. Der fragt sie dann übrigens noch, wo der nächste Automat sein könnte, schließlich ist er aus Paris, Calais oder Martinique und weiß - das werden sie ja wohl verstehen können - gerade hier nicht so richtig Bescheid.

Gilet hat übrigens nichts mit der gleichnamigen amerikanischen Rasierklingenmarke zu tun, obwohl sie auch da rasiert werden, allerdings mit doppeltem L.
Zu allem Überfluss sieht der ADAC das ganze kritisch (Weste wird dreckig, fliegt rum, wird zweckentfremdet?). - Laber, laber, schwätz, schwätz, kann man da nur mit Donald Duck sagen. Sie brauchen das Teil und fertig. Basta. Oder wollen ausgerechnet sie anfangen, mit der Gendarmerie über die Meinung des ADAC zu diskutieren?
Aus einem Bericht des SWR
Verkehrssicherheit
Warnweste: Seit 1. Juli auch in Frankreich Pflicht

In Deutschland ist das Mitführen einer Warnweste nur in gewerblich genutzten Fahrzeugen vorgeschrieben, denn hier ist die Tragepflicht nicht durch eine straßen- verkehrsrechtliche Vorschrift, sondern durch eine Unfall- verhütungsvorschrift der Berufs- Genossenschaften geregelt.
Es ist jedoch unabhängig davon empfehlenswert, freiwillig eine solche Weste für den Fall einer Panne oder eines Unfalls mitzuführen. Sie erhöht gerade zur Nachtzeit oder bei schlechten Sichtverhältnissen deutlich die Sicherheit.
Wie hat eine ordentliche Warnweste auszusehen? Zunächst einmal ist diese weiterlesen »
Es war eigentlich nicht so gedacht, dass die Schranke zum Parkplatz am See manuell bedient werden sollte,aber so ist es gekommen.
Seit ein paar Jahren wird der ruhende Verkehr in Esparron - einem Dorf mit 350 Einwohnern und keiner Ampel - im Juli und August einem strengen Reglement unterworfen. Vor dem Dorf gibt es zwar Parkplätze, die kostenlos sind, aber sie werden wenig genutzt, da jeder am liebsten bis ans Wasser fährt. Da die Besucher aus Aix oder Marseille (Barbaren des Südens) genauso wie die aus der Pariser Gegend oder Belgien, Deutschland und Holland (Barbaren des Nordens) lockere Parksitten gewohnt sind, führte das dazu, dass im Notfall kein Krankenwagen mehr durchkam. Es musste also etwas getan werden und so wird der Parkraum jetzt bewirtschaftet.
Esparron macht das ganz vorbildlich. An der Kasse weiterlesen »

Als das Haus gebaut wurde, kam eines Tages der Elektriker, Jean-Paul Despieds aus Saint Martin de Brômes, und brachte diese Postkarte mit, etwas wirklich besonderes.
Man sieht hier die alte Brücke über den Verdon und direkt darüber den Hang, an dem das Haus steht. Die Brücke ist die Verlängerung des Weges Les Tulières, der hinter dem Schloss abzweigt, am Campingplatz Le Soleil vorbei führt und dann am See endet. Früher führte hier die alte Strasse am Verdon entlang nach Gréoux. Das war bis 1967 so, als die EDF den See flutete und die neue Straße baute.
Die Brücke soll übrigens noch ganz gut in Schuss sein. Die Tochter von Annie war dieses Jahr an der Stelle tauchen und berichtete, man könne sie weiter verwenden, wenn der See einmal trocken sei. Ein Foto wäre jetzt schön.

Auf fast allen Märkten in der Provence gibt es Stände, an denen alte Postkarten verkauft werden. Manche sind fast hundert Jahre alt, überwiegend Originale und manchmal so originell wie dieses Exemplar, bei dem es um gewisse Besonderheiten beim Boules Spiel geht, die leider verloren gegangen sind.
Schöne Souvenire sind diese Karten allemal, man braucht ja nicht unbedingt passionierter Boules Spieler zu sein.
Esparron hat Glück. Es mag ihnen ja als selbstverständlich erscheinen, dass es morgens frisches Brot gibt, es ist aber beileibe keine Selbstverständlichkeit mehr in einem kleinen Dorf. Für uns hier ist das lebenswichtig, sagte mir einmal ein Einheimischer, ohne Baguette sterben wir.
In Esparron sorgt das Team vom Le Fournil (gespr. furnie) für frisches Brot. Die kleinen Flöten - flûtes - (flüte) heißen baguette, die großen
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Auch wenn sie nicht fotografieren, werden sie Freude an südfranzösischen Läden haben. Oft sind sie sehr sorgfältig dekoriert und ausgestattet, und zwar nicht nur für ein paar Wochen im Jahr. Den Franzosen sind die kleinen Familienbetriebe wichtig. Am besten zeigt sich das darin, das man hierzulande über ein Ministerium für kleine und mittlere Unternehmen verfügt, das sich genau ansieht, ob Gesetzte auch für kleine Unternehmen passen. So genießen diese Firmen Privilegien bei den Öffnungszeiten (sonnags etc.), steuerliche Vorteile (verminderte Mehrwertsteuer) und manches mehr.
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Gut. Das Schwimmbad von Esparron ist hier etwas zu kurz gekommen, aber links kann man es noch erahnen. Im Juli und August wird es von einem Bademeister beaufsichtigt. Überwiegend ist wird es von Familien mit kleinen Kindern genutzt, deren es in Frankreich viel mehr gibt, als in Deutschland. Das ist langsam richtig auffällig und in jedem Supermarkt zu beobachten. - Direkt nebenan ist übrigens der Bootsverleih.

Sonnenblumen bewegen ihre Blüten mit der Sonne. Nur wie? Drehen sie sich der Sonne zu oder von der Sonne weg? Und ist das überall gleich oder je nach Klima verschieden? Gibt es regionale Eigenheiten? Religieuse? Ist die provenzalische Sonnenblumenblüte der Sonne eher zugetan als die südwestfälische? Tja, wenn man das wüsste.
Da machen sich die Firmen weltweit weit reichende Gedanken über neue Produktnamen, Spezialisten beschäftigen sich mit nichts anderem, als nach Namen zu suchen, die leicht auszusprechen sind,
international verwendet werden können, leicht zu merken, eingängig und bis zum Anschlag mit Assoziationen aufgeladen sind, und dann kommt da jemand daher und verwendet einen Namen für ein Komsumprodukt, der aber auch gar nichts davon erfüllt. Dazu hat die Firma noch überdurchschnittlichen Erfolg und ist zu allem Überfluss auch noch amerikanisch. Es kommt also alles zusammen, was so nicht zusammengehört. Man sieht es sich im Vorbeigehen auf dem Cours Mirabeau in Aix an und denkt. See, I told you.
Der See ist ein Anglerparadies, sagen die Angler
Barsch, Zander brochet, carpe, sandre, ablette, gardon und wie die Knaben alle heißen. Entweder vom Boot oder vom Ufer aus im See oder "fly fishing" in den umliegenden Flüssen.
Im Tabac bei M. Perrin gibt es alles, was man zum Angeln braucht. Also in der Hauptsache Köder, Würmer und die Angelerlaubnis. Das notwendige Bier gibt es nebenan in der kleinen Superette.
Angelscheine braucht man in Frankreich nicht. Wozu hat man schließlich die Revolution von 1798 gehabt?
Wohl zu recht geht man davon aus, weiterlesen »
Gemeint ist hier eigentlich das Wandergebiet in der Gegend um den See von Esparron, ein Wanderparadies und manche der sentiers oder randonnées (Wanderwege) gehören mit zum Besten, was einem unter die Schuhe kommen kann, schreibt ein Kenner der hiesigen Verhältnisse. Besonders beliebt sind Wanderungen entlang der Seen Flüsse, zumal man sich dort gut abkühlen kann. Manche Wanderungen sind schwierig und nur mit Taschenlampe zu bewältigen, auf anderen muss man die Vierbeiner zu Hause lassen, es sei denn sie passen in einen Rucksack und lassen sich anstandslos eine Leiter hoch tragen. In diesem Blog sind einige Wanderungen unter dem Stichwort "Wanderungen" beschrieben. Wenn sie eigene Erfahrungen gemacht haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
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Früher hat man Lavendel in kleinen Mengen auch in diesen fahrbaren Destillierapparaten verarbeitet. Jedenfalls ist es uns so erzählt worden. Es scheint nicht sehr wahrscheinlich,denn auch früher sind ja große Mengen an Lavendel angefallen. Hierbei dürfte es sich eher um eine Apparatur zur Herstellung von Salben und Wässerchen handeln. Sie steht übrigens vor der Occitane Fertigung in Manosque im Gewerbegebiet St. Josef (aus Esparron kommend direkt hinter der Durancebrücke abzweigen).
So schön können sie speisen, wenn sie die folgenden Ratschläge in den Wind schlagen, im Haus in Esparron bleiben, sich ein Herz fassen und reichlich Knoblauch einkaufen, wie es die Familie Kaiser hier vorführt.
Trotzdem würde ich gerne dem Restaurantteil einen Abschnitt aus einem Provenceführer für Wohnmobilisten voranschicken.
Mit dem Wohnmobil durch die Provence von Paul Gréus ist übrigens auch für nicht Wohnmobil-Fahrer ein lohnendes Buch. Kenntnisreich, nicht überheblich und mit einer erfrischend realistischen Brille geschrieben. Ich werde es hin und wieder bei allgemeinen Punkten erwähnen und kann es als Lektüre auf Reisen empfehlen. Da heißt es also:
Nie war die Ausbeute schlechter als bei der Nachrecherche zu diesem Buch. Kaum ein Restaurant war empfehlenswert, trotz hohen Preisniveaus und kritischer Auswahl. Wir hätten für eine verlässliche Leistung annähernd doppelt soviel ausgeben müssen wie in Deutschland. Sogar eine schlichte Pizza (mit fast immer viel zu dicker Käseschicht) kostet über 10 Euro. Unser Fazit nach anstrengenden und oft frustrierenden Abenden:
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Man kann gar nicht oft genug vor schnell steigendem Wasser in den Verdonschluchten warnen. Mitten im Hochsommer können sturzflutähnlicher Regen in den Bergen das Wasser in den Schluchten in kürzester Zeit so ansteigen lassen, dass Menschen, die sich wie diese Touristen bei La Palud abgeschnitten werden oder schlimmeres. Diese beiden mussten heute mit dem Helikopter aus den Verdonschluchten geborgen werden, vermeldet La Provence. Es stehen überall Warnschilder, und anders als bei uns stehen sie dort meist aus gutem Grund.
Das Dorf St. Jurs erreicht man von Esparron über Riez, Puimoisson und dann rechts ab auf die D108 nach St. Jurs. Es ist gleichzeitig ein Ausgangspunkt für eine Wanderung auf den Gipfel Berges, dessen Name ich vergessen habe. Von dort hat man einen tollen Blick auf das Plateau von Valensole und wenn SIE die Beschreibung der Wanderung fertig hat, werden sie sie unter Wandern finden.
Les Deux Nines ist eine Empfehlung unserer Freunde in Esparron, die sich mit den Restaurants der Gegend auskennen, eine gute Restaurantküche schätzen und ansonsten lieber selber gut kochen als sich mit Duchschnittskost à la provencal zufrieden zu geben.
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Die provenzalischen Märkte sind berühmt. Sie ersetzen quasi die Düsseldorfer Kö und werden ach so genutzt. Dass sich die Leute hier auf dem Markt einkleiden, ist nichts ungewöhnliches. Häufig findet man auch ein Angebot, dass sich in keiner Boutique kaufen lässt. Allerdings muss hin und wieder improvisiert werden, insbesondere wenn keine Umkleidekabine zur Hand ist. Da stellt man sich auch schon mal hinter den nächsten Baum - zum umkleiden versteht sich. Sie müssen nur mit der Kamera flott unterwegs sein.
Brunnen sind der Stolz einer jeden provenzalischen Stadt und eines jeden Dorfes. Nicht überall geht es so üppig zu wie hier bei den Thermen in Gréoux-les-Bains.
Fontaine am Schloss von Esparron, Riez
Quelle: Guide Michelin
In der Provence werden traditionell die tonnelles oder romaines verarbeitet, also die römischen Ziegel. Sie werden heute noch in der gleichen Form wie vor 2000 Jahren hergestellt und gewinnen mit den Jahren an Patina, Aussehen, vor allem aber an Wert. Wenn ihnen also jemand erzählt, er habe für seine Garage gebrauchte Ziegelk erstanden, so wollte der nichts sparen, sondern hat vermutlich kräftig investiert.
Oben ist übrigens das Kirchendach der Kirche am Ende des Cours Mirabeau in Aix - von einem Seminarraum im ersten Stock aus gesehen.
Wenn man jahrelang ziellos herum fotografiert hat, kommt man irgendwann auf die Idee, die Bilder schon bei der Entstehung zu ordnen und sich spezifisch provenzalischen Themen zuzuwenden. Vielleicht haben sie Interesse und Lust, zu der so entstehenden Sammlung etwas aus ihrem Urlaub beizusteuern.
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Zum Teil sind die Reklamebilder auf Hauswänden schon arg verwittert und vielleicht gerade deshab so interessant für unsere Augen. Eine Wand hat es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Sie wurde versetzt, um sie vor dem Abbruch zu retten. Es ist unwahrscheinlich, dass dem Wahlplakats Sakorzys dies zuteil wird.
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